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Veranstaltungen und Termine im Jahr 2020

„Wir haben es satt“

Kundgebung und Demonstrationszug in Tübingen

 

18. Januar 2020 - Am Samstag um 11 Uhr startete die Kundgebung auf dem Marktplatz in Tübingen. Der NABU Ludwigsburg war vor Ort und zeigte damit, wie wichtig dem NABU die Förderung einer nachhaltigen regionalen Landwirtschaft ist. Es geht um die Zukunft der Landwirtschaft und der Natur- und Umwelt. Nur im Einklang mit den biologischen Kreisläufen ist eine dauerhafte Sicherung unserer Lebensmittel garantiert. Das hilft nicht nur der Artenvielfalt sondern auch den Bürgerinnen und Bürger ist. Weiter Infos unter  https://zukunftsfaehige-landwirtschaft.jimdo.com/


Treffen des Ludwigsburger Klimabündnis

 

13.01.2020 - Mit einer Kick-Off Veranstaltung des Ludwigsburger Klimabündnis startete die Gruppe „Grün in die Stadt“ mit ihrer Arbeit für eine bestäuberfreundlicher Entsiegelung in der Stadt Ludwigsburg. Etwa 20 Akteure trafen sich zweieinhalb Stunden im  Justinus-Kerner-Saal im Keller des Rathauses für einen intensiven Austausch. Dabei ging es natürlich um mehr Maßnahmen wie die Förderung der Artenvielfalt durch Entsiegelungsmaßnahmen und Anpflanzung von sogenannten Bienenweiden. Mit einer Begrünungsaktion sollen Nutzpflanzen die Stadt erobern. Unter dem Motto die Essbare Stadt können sich Anwohner bei der Pflege von Pflanztrögen engagieren und so soll gleichzeitig das Stadtbild aufbessern. Die Bürger sollen aber auch Flächen melden können bei denen sie Potential für Entsiegelung sehen. In einer zweiten Phase bzw. beim nächsten Treffen geht es dann um Baumaktionen in der Stadt. Zuerst haben sich jedoch Ansprechpartner aus der Bürgerschaft bereit erklärt jeweils ein konkretes Projekt auszuarbeiten. Ein Einstieg in das Klimabündnis ist jederzeit möglich, denn die Stadtverwaltung wird die jeweiligen Treffen bekannt geben. Der NABU Ludwigsburg wird diese als Veranstaltungshinweis ebenfalls unter Termine eintragen.


Veranstaltungen und Termine im Jahr 2019


Advent, Advent..in den Zugwiesen – NABU LB Jahresabschlußführung

 

 01.12.2019 -  Alle Jahre wieder, zum ersten Advent, öffnet die NABU Gruppe Ludwigsburg das grüne „Türchen“, den meisten als grünes Tor zum verschlossenen Bereich der Zugwiesen bekannt.

 

Am Wetter lag es nicht. Das war herbstlich kühl und erwartungsgemäß leider etwas farblos und diesig. Und auch die traditionelle süße Überraschung in Form von Weihnachtsgutsle fehlte nicht.  Der verreiste Rainer Ertel war es, der fehlte. Die Jahresabschlussführung der NABU Gruppe LB absolvieren die Hobby-Ornis Ertel, Gaus und Zimmermann sonst stets als Dreigespann.

 

Anders war auch die diesjährige Vielfalt an Arten. So konnten den Teilnehmern neben den üblichen Wintergästen Tafel-, Reiher- und Krickente auch ein Männchen der hübschen Kolbenente auf dem Stillsee präsentiert werden. Wasserralle und Eisvogel riefen und hoch am Himmel flogen zwei schneeweiße Silberreiher im Nebel. Im sonst nicht zugänglichen Bereich hinter dem grünen Tor konnten die interessierten Teilnehmer die künstliche Eisvogelbrutwand näher betrachten und erfuhren warum das Weideprojekt mit Hinterwälder Kühen gut ist für Watvögel und Amphibien.

 

Am Ende der Führung konnten die Teilnehmer die Neuerscheinung, sowie das Buch DIE VÖGEL VON REMSECK erwerben und signieren lassen. Beide Bücher eignen sich ebenso zur Artbestimmung im Remstal, als wie auch für den Landkreis LB. Das neue DIE NATUR IM REMSTAL zeigt häufige Arten vom Säugetier, über Insekten, Amphibien, Reptilien bis zu Flechten, Pilzen und Pflanzen. Ein Gebietsteil entführt den Leser in die Natur des Remstals.

 

Die gesammelten Beobachtungen und Belegfotos gibt es wie immer auf Naturgucker.

 

https://www.naturgucker.de/?gebiet=-1518457980


NABU Landesvertreterversammlung (LVV) im Remstal

23.11.2019 - Die Schorndorfer Barbara-Künkelin-Halle  war Veranstaltungsort der diesjährigen Landesvertreterversammlung des NABU Baden-Württemberg. Angehörige von 146 Ortsgruppen aus dem gesamten Ländle waren gekommen. Der Landesvorsitzende Johannes Enssle und andere Vortragende berichteten über ein ereignisreiches NABU-Jahr, welches geprägt war von Fridays for Future, Volksbegehren und Klimawandel-Thematik. Aber auch diesjährige NABU-Aktionen wie  die 114-Euro -Kampagne für eine zukunftsfähige und naturverträgliche Landwirtschaft waren ein großes Thema, welches mit dem Jahreswechsel noch lange nicht vom Tisch sind. 62290 ausgefüllte 114-Euro-Geldschein-Karten gingen an die EU Abgeordneten. Auf den wie Euroscheine aufgemachten Karten konnten Bürger äußern wofür sie ihre 114 Euro Steuergelder in der Landwirtschaft gerne verwendet sehen würden. Eine Aktion, mit welcher der NABU auch im Ausland Aufsehen erregte, denn die Mails und Karten gingen säckeweise bei den Zuständigen der EU ein. Eine weitere Kampagne wird im kommenden Jahr die Thematik fortführen und ab Januar dazu aufrufen laut zu werden für eine Agrarwende. Eine Riesen-Chance, denn im Frühjahr 2020 stehen erneut Abstimmungen im EU Parlament an.

Die Mittagspause mit einem leckeren vegetarischen Mittagessen, bot die Möglichkeit sich auszutauschen, zu vernetzen und alte NABU-Bekannte zu treffen. Einen Markt der Möglichkeiten gab es dieses Jahr aus Platzgründen nicht. Dennoch gab es Info-Stände z.B. zur Natur nah dran-Aktion und auch einen Tisch an dem das eben erschienene Buch DIE NATUR IM REMSTAL der beiden NABU LB Aktiven Ertel & Zimmermann angeboten wurde.

Am Nachmittag konnten die Anwesenden den erst kürzlich gewählten Nachfolger von Olaf Tschimpke persönlich kennenlernen. Jörg-Andreas Krüger, der neue NABU-Präsident ließ es sich nicht nehmen dem Mutter“ländle“ des NABU einen Antrittsbesuch abzustatten.

Martin Klatt schloß das Vorabendprogramm mit einem informativen Vortrag über den Vogel des Jahres , die Turteltaube, ab. Die Bestände dieser kleinsten unserer Tauben, deren Name von ihren Turr, turr-Rufen herrührt, nehmen stetig ab. Herbizideinsatz läßt ihre Hauptnahrung, die Wildkräutersaaten verschwinden, gebeizte Ackersaat führt zu Vergiftungen und Trockenheit durch den Klimawandel lässt die „Wüsten-Tankstellen“ der Langstreckenzieher versiegen. Wäre all dies nicht schon genug, werden Millionen Turteltäubchen sowohl Opfer illegaler Wilderei, als auch zugelassener Jagd. Nicht nur Staaten am südlichen Mittelmeer, sondern auch Frankreich und Österreich erlauben die Jagd auf die hübschen Liebesboten. Mit der Wahl zum Vogel des Jahres soll eine Aufmerksamkeit auf diese Problematik gelenkt werden, ehe es für die Rettung unserer Bestände zu spät ist.

Die LVV endete wie stets mit einer Exkursion am Sonntag Morgen. Die NABU OG Schorndorf führte durch das NSG Morgensand und Seelachen in die Auen von Rems und Wieslauf. Trotz Nebels und der fortgeschrittenen Jahreszeit gab es – der Klimawandel lässt grüßen – noch blühende Pflanzen und Pilze zu sehen und Vögel wie Wiesenpieper, Eisvogel und Gebirgsstelze konnten beobachtet werden. Die Beobachtungsliste und Fotos der Arten gibt es auf naturgucker.de.

 

https://www.naturgucker.de/?gebiet=-1560210794


Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Ludwigsburg

am Dienstag, den 24. September 2019, um 19.00 Uhr im Pflugfelder Torhaus, Pflugfelder Straße 38, Ludwigsburg

 

Tagesordnung

TOP 1 Begrüßung durch den Vorsitzenden

TOP 2 Bericht über das abgelaufene Jahr 2017/18

TOP 3 Bericht der Schatzmeisterin über das Ergebnis der Jahresrechnung 2017/18

TOP 4 Bericht der Kassenprüfer

TOP 5 Aussprache zu den Berichten

TOP 6 Entlastung des Vorstandes

TOP 7 Wahlen

a. Vorsitz

b. Stellvertretung

c. Kassier

TOP 8 Projekt Bienenweiden und Projekt Baumschutz

TOP 9 Ausblick für das Jahr 2019/20

TOP 10 Sonstiges


Veranstaltunshinweis  „Grünen-Ring-Tag“

 

Aktionen, Informationen und Stadtspaziergang zur Landesgartenschau-Bewerbung

 

Mit dem „Grünen-Ring-Tag“ am Sonntag, 15. September, startete die Stadt Ludwigsburg die Bürgerbeteiligung für eine erneute Bewerbung um die Austragung einer Landesgartenschau. Von 11 bis 18 Uhr gab es auf dem Rathaushof Informationen und Aktionen rund um das Konzept zur Landesgartenschau-Bewerbung. Um 14 Uhr startete ein zirka zweistündiger Stadtspaziergang mit Bürgermeister Michael Ilk durch die Innenstadt.

 

Der NABU Ludwigsburg war von 11 bis 18 Uhr auf dem Rathaushof mit einem Infostand vertreten.


Die Zugwiesen im Abendlicht

 

04.07.2019 - Etwa 30 Teilnehmer trafen sich am Donnerstag um 20 Uhr an der Schleuse von Poppenweiler, um bei herrlichem Wetter die Natur der Zugwiesen im Abendlicht zu erkunden. So war es gut, dass die große Gruppe von zwei Führern betreut wurde. Rauchschwalben und Stieglitze waren schon im Schleusenbereich zu beobachten. Einige Vogelarten konnten im Fernrohr hautnah betrachtet werden: Kormoran, Graureiher, Bachstelze, Bluthänfling und Goldammer. Höckerschwäne, Graugänse, Stockenten und Blässhühner kümmerten sich um die zahlreichen Nachkommen. Teichrohrsänger und Mönchsgrasmücken gehörten zu den Vögeln, deren Gesang man hören konnte, die in der dichten Vegetation des Ufers aber kaum zu sehen waren. Neben der Vogelwelt waren auch Säugetiere zu beobachten. Im Bachlauf waren Bisam und Nutria zu sehen. Und als Höhepunkt zum Abschluss konnten erstmals auf einer Führung, eigentlich nach dem offiziellen Ende, von einigen Teilnehmern Dachse beobachtet werden - ein tolles Erlebnis.

Leitung: Konrad Gaus und Dr.Rainer Ertel für den NABU

Collage: Sabine Beyer


Offener Treff der NABU Gruppe Ludwigsburg

 

Am Dienstag, 25.06.2019, fand im Casa Mellifera ein offener Treff der NABU Gruppe Ludwigsburg statt. In kleiner Runde konnten sich die Teilnehmer über die Reise nach Ecuador informieren. Das Projekt "1000 Bäume für Ambato" und das Ludwigsburger Projekt "100 Bienenweiden für Ludwigsburg" wurde kurz vorgestellt. Es gab aber auch noch einige andere wichtige Themen, die besprochen wurden.


Erfolgreiche Exkursion ins Rebhuhn-Revier

 

26.05.2019 - Gegen Ende der zweistündigen Exkursion bildete ein Paar Rebhühner den Höhepunkt des Abends. Zwischen Walkerhof und Renaturierungsfläche konnten die 10 Teilnehmer beide Hühner im Abendlicht gut 10 Minuten lang wunderschön im Fernrohr betrachten, bevor sie in Richtung Blühwiese abflogen. So eine Beobachtung lässt hoffen, dass es der Rebhuhn-Arbeitsgruppe Remseck gelingt, das Rebhuhn hier auch in Zukunft als Brutvogel zu erhalten.

 

Im Stämme-Graben am Rande der Renaturierungsfläche konnte man 4 Sumpfrohrsänger hören, die seit einer Woche aus dem afrikanischen Winterquartier zurückgekehrt sind. Auch das ist ein wichtiger Erfolg der Remsecker Naturschutzmaßnahmen. Diesen Rohrsänger im Fernrohr zu zeigen, war etwas mühsam. Aber man konnte hören, dass der variable Gesang der Sumpfrohränger im Grabenbereich sehr leicht vom stereotypen Gesang des Teichrohrsängers im Römerteich zu unterscheiden ist.

 

Schafstelze und Dorngrasmücke konnte man hören, aber nur flüchtig beobachten. Dafür zeigte sich eine Goldammer - das schmucke Motiv auf der neuesten Briefmarke der Post - lange in all ihrer Schönheit im Fernrohr. Auf große Entfernung konnte man auch erkennen, dass auf einem großen Strommast ein Turmfalke im verlassenen Nest einer Rabenkrähe brütet. Es war eine erfolgreiche Exkursion für die Teilnehmer und für den NABU.

 

Leitung der Führung: Dr.Rainer Ertel für den NABU und Marius Kremer

Bericht: Rainer Ertel

Fotos und Collage: Sabine Beyer


Vogelkundliche Tagesfahrt ins Naturschutzgebiet Waghäusel

 

05. Mai 2019 - Die Tagsfahrt hat auch 2019 wieder großen Anklang gefunden. Einge Gruppe aus 16 Personen führ mit dem Kleinbus in das Naturschutzgebiet Wagbachniederung, welches in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseziel für Naturfreunde aus ganz Deutschland geworden ist. Einen großen Teil der etwa 40 Paare Purpurreiher, die in Deutschland brüten, kann man in der Wagbachniederung sehen. Zusätzlich bestand die Möglichkeit aus getarnten Beobachtungshütten verschiedene Entenarten, Rohrweihen, Regenpfeifer sowie mit Bartmeisen und Blaukehlchen höchst attraktive Kleinvögel zu erleben. Hier ist ein "Paradies aus Menschenhand" entstanden, nachdem man eine Rheinschleife viele Jahre als Schlammdeponie der Zuckerfabrik benutzt hatte.

 

Leitung: Dr. Rainer Ertel, Oranisiert wurde die Ausfahrt von der Volkshochschule Ludwigsburg.

 

Bericht: Carolin Zimmermann

 

Waghäusel VHS-Bus-Tour am 05.05.2019

 

Mit dem gemütlichen 21-Sitzer-Bus ging es am 05.05. für 15 Teilnehmer der NABU LB VHS-Tour um 7 Uhr vom Bahnhof LB los ins gut 100 km entfernte Waghäusel.

 

Das NSG Wagbachniederung nahe Speyer ist ornithologisch gesehen sicher das spannendste Beobachtungsgebiet in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus. Auch botanisch gesehen und was die Insektenwelt angeht ist das Areal für Naturinteressierte hochinteressant.

 

Die sandigen Böden am Bahndamm sind Standort vieler wärme- und trockenheitsliebenden Ackerkräutern, die es bei uns längst nicht mehr gibt. Turmkraut, Sichelmöhre, Große Fetthenne, Saat-Mohn und Sand-Vergißmeinnicht waren darunter. An den ehemaligen Klärteichen einer Zuckerfabrik, welche heute Kern des Schutzgebietes sind, finden sich hingegen riesige Riedflächen und eher feuchtigkeitsliebende Pflanzen.

 

Solch botanische Vielfalt sorgt natürlich für generellen Artenreichtum. Neben Grauer Gartenwanze, dem hübschen Schmetterling Trockenrasen-Gelbling und dem ulkigen Tatzenkäfer entdeckten wir viele Kleinlibellen, rot-schwarze Blutzikaden und winzige Wildbienen.

 

Manchmal konnte man gar nicht so schnell gucken wie ein Höhepunkt den nächsten jagte. Vor allem ornithologischer Art. Während Rainer Ertel noch Schwarzhalstaucher und Uferschnepfen im Spektiv zeigte, zischte eben mal eine seltene Zwergmöwe vorbei. Tafelente, Grau- und Kanadagänse erfreuten die Teilnehmer mit ihrem flauschigen Nachwuchs. Und alle Ornis in der Gruppe brachen in begeisterte Ausrufe aus, als hoch am Himmel ein Fischadler neben einem Weißstorch kreiste.

 

Ulrich Mahler, Naturschutzbeauftragter und langjähriger Betreuer des Gebietes kam auf Anfrage Dr. Ertels extra vorbei um Fragen zur Entstehung des Areals und der Natur zu beantworten.

 

So erfuhren wir, dass die Klärteiche auch eine reiche Fischfauna mit großen Karpfen beherbergen und dass die im hinteren Bereich am Erlichsee freigeräumten Bereiche Laichareale für den seltenen Moorfrosch sind. Um die zur Laichzeit hellblau gefärbten Männchen dieser Rarität zu sehen, waren wir allerdings gut 1-2 Monate zu spät dran.

 

Beschweren konnten wir uns dennoch nicht: Am Teich neben der Beobachtungshütte konnten wir neben dem langbeinigen Stelzenläufer, welcher u.a. am Neusiedler See brütet, Kampfläufer, Bruchwasserläufer und  Rotschenkel beim Stochern im Schlamm beobachten. Dafür muss man sonst eigentlich an Nord- oder Ostsee fahren. Waghäusel ist eben nicht nur bei Naturbeobachtern sondern auch als Rastgebiet bei Zugvögeln super beliebt.

 

Nach der erfolgreichen Tour durch das NSG mit immerhin 76 beobachteten Vogelarten und zahlreichen Insekten und Pflanzen holte uns der Hönes-Bus an der Waghäuseler Wallfahrtskirche wieder ab. Spontan folgten wir Ulrich Mahlers Tipp zu einem nahen Industriegebiet, wo die inzwischen deutschlandweit äußerst rare Haubenlerche auf dem Parkplatz einer Drogeriemarktkette zu beobachten sei. „Man müsse sich schon anstrengen sie nicht zu sehen“, so Ulrich Mahlers Kommentar. Und tatsächlich, der Bus fuhr auf den sonntäglich leeren Parkplatz und da waren sie – gleich zwei. Die recht unscheinbaren Vögel, gleichen der Feldlerche, haben aber markantere Schnäbel und eine Federhaube, die selbst angelegt, noch deutlich sichtbar ist. Wenig scheu spazierten sie über den Beton und die Baumreihen zwischen den Parkplätzen und ließen uns bis auf 1,5 m heran. Da staunte sogar unser netter Busfahrer. Eine saß sogar auf dem Dach des Drogeriemarktes und zeigte mit Gesang ihr Revier an.

 

Nach diesem letzten Höhepunkt hatten wir dann doch reichlich Kaffeelust und fuhren zum „Vincenzo“ in Kirrlach, wo es hervorragendes italienisches Eis, leckeren Kuchen und warme Getränke gab. Trotz kühlem Wetter und gelegentlichem Wind, so waren sich alle einig, hat sich die Tour mehr als gelohnt. Es blieb trocken, die Sonne schien und wir hatten viel Spaß. Auf der Rückfahrt überlegten wir denn auch zusammen eine solche Bustour wieder einmal zu machen. Vielleicht zum Federsee, war ein Wunsch, an den Kaiserstuhl, ein anderer, nach Taubergießen oder zum Bodensee...

 

Wünsche und Vorschläge können gerne an den NABU LB eingereicht werden.

 

Die Beobachtungsliste und alle Arten-Fotos gibt es unter: 

 

Wagbachniederung NSG   https://www.naturgucker.de/?gebiet=124355737

 

Gewerbegebiet Wiesental    https://www.naturgucker.de/?gebiet=-679915653


Offener Treff der NABU Gruppe Ludwigsburg

 

Datum : Dienstag, 30.04.2019, 19 Uhr

Ort : Ratskeller, Wilhelmstraße 13, Ludwigsburg

 

Wir konnten wieder viele verschiedene Themen ansprechen und diskutieren. Die ersten Aktionen für die zweit Jahreshälfte konnte schon ausgemacht werden. Diese werden demnächst unter Termine eingestellt.


Erste Blumenwiese angelegt

 

30.04.2019 - Im Rahmen des Projektes "1000 Bäume für Ambato und 100 Bienenweiden für Ludwigsburg" wurde nun die erste Blumenwiese auf einem Privatgrundstück angelegt. Die Familie Trump stellt die ca. 30 qm große Fläche in ihrem Gartengrundstück zur Verfügung. Thomas Trump ist auch als Imker aktiv und ist an dem Thema Insektensterben ganz nah dran. Auch Volker Kugel, Leiter des Blüba, ist trotz den Barocken Gartentagen mit Maschinen angerückt um seine Unterstützung zu dem Projekt zu untermauern. Mit den Maschinen zum Abschälen der Grasnarbe und einer weiteren zum Auflockern des Bodens gingen die Arbeiten glücklicherweise zügig voran. Genauso wie wir vom NABU, wird auch Volker Kugel das Projekt weiter unterstützen. Damit ist die Grundlage für den Erfolg von 100 neuen Bienenweiden in Ludwigsburg geschaffen. Jetzt geht es darum weitere Interessierte zu finden und Zug um Zug die restlichen 99 Bienenweiden anzulegen. Nur so können wir die Artenvielfalt nach Ludwigsburg zurückholen, damit es zumindest in den Städten summt und brummt.  

 


Blumenwiese für die Bärenwiese

 

29.04.2019 - Im Rahmen des Projektes "1000 Bäume für Ambato und 100 Bienenweiden für Ludwigsburg" wurde auf der Bärenwiese eine ca. 150 qm große Fläche in eine Blumenwiese umgewandelt. Die Stadt hat die Grasnarbe schon entfernt und die Fläche vorbereitet. Aufgabe war nun die Stauden, die für eine schnelle Begrünung sorgen, zu verteilen und einzupflanzen. Dann wurden die Samen der Blumenwiese ausgebracht, anschließend mit dem Rechen eingebracht und dann noch gewalzt. Fertig. Nun braucht es nur Regen damit die Samen keimen. Wenn gegossen wird, dann soll auf alle Fälle die Feuchtigkeit kontrolliert werden. Regnet es nicht muss weitergegossen werden bis die Pflanzen angewachsen sind.


Naturkundliche Führung in die Streuobstwiesen bei Hochberg

 

Wann : Sonntag 28.04.2019 um 9 Uhr

Wo : Treffpunkt - Wendeplatte am Ende der Haldenstraße am Hochberger Wald

 

Die artenreichen Streuobstwiesen am Hochberger Wald waren das Ziel dieser Führung. Steinkauz,  Gartenrotschwanz, Kleinspecht und Wendehals leben hier. Die alten Bäume mit hohem Totholzanteil bieten Quartiere für Fledermäuse und Insekten. Doch Klimawandel und Vernachlässigung der arbeitsintensiven Hochstammkulturen bedrohen diese urschwäbische Kulturlandschaft. Die zunehmende Nutzung als Freizeitgelände, die mit oft illegalen Einzäunungen, Hüttenbau und Störungen für die empfindliche Tierwelt einhergeht, sorgt für weitere Probleme.  Die Naturschutzwartin C. Zimmermann erläuterte diese und informierte über die Tier- und Pflanzenwelt.


Flache Teichmuschel an der Remsmühle bei Hegnach. Foto C. Zimmermann
Flache Teichmuschel an der Remsmühle bei Hegnach. Foto C. Zimmermann

Karfreitag an der wilden Rems

 

Wann : Karfreitag 19.04.19. um 8 Uhr

Treffpunkt : Vogel- oder Remsmühle Hegnach

Parkmöglichkeiten in Hegnach und am P zwischen Hohenacker und der Remsmühle.

 

Von der Remsmühle führte diese Tour, begleitet vom morgendlichen Vogelkonzert, entlang des Unterlaufs der wilden Rems bis zum Schnecklesbrunnen, zur Storrenklinge und zurück. Hier darf die in ihrem Mittellauf stark vom Menschen beeinflusste Rems noch einmal wild sein, ehe sie bei Neckarrems in den Neckar mündet. Uferabbrüche, Sandbänke und Kiesinseln, strömungsreiche und ruhige Fließbereiche kennzeichnen einen weitgehend naturnahen Fluss. Die Heimat von Wasseramsel, Gebirgsstelze, Eisvogel, Teichmuschel und Mühlkoppe.

 

Die Remsecker Naturschutzwartin und Co-Autorin des zur Gartenschau erscheinenden Buches „DIE NATUR

VON REMSECK“ Carolin Zimmermann erklärt die Vogelstimmen und Frühblüher ebenso wie Flechten,

Moose, Schnecken und Insekten. Auch die Problematik eines empfindlichen und stark frequentierten

Schutzgebietes war Thema dieser Führung.


Workshop "LudwigsBürgerGrün"

 

Am 16. April 2019 fand ein Workshop zur geplanten Bewerbung zur Landesgartenschau in Ludwigsburg statt.

 

Eingeladen dazu hatte Albert Geiger, Fachbereichsleiter Bürgerbüro Bauen, der dann auch die Wichtigkeit einer Gartenschau hervorhob. Diese soll nicht nur in ihrem Veranstaltungsjahr, sondern gerade danach wirken. Eine erfolgreiche Bewerbung bewirkt eine beschleunigte Neugestaltung und Begrünung von wenig oder schlecht genutzten Flächen. Deshalb soll bis Ende 2019 eine erneute Bewerbung abgegeben werden um eine Landsgartenschau nach Ludwigsburg zu holen.

 

Herr Strass (siehe Foto), zuständiger Projektleiter bei der Stadtverwaltung Ludwigsburg, erläuterte in einem Impulsvortrag den aktuelen Stand der Planungen. Weitere Anregungen sollen durch den Workshop in die Bewerbungsunterlagen einfließen. Der Workshop wurde federführend von einer Studierendengruppe des Master-Studiengangs Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg gemeinsam mit der Stadtverwaltung organisiert und dürchgeführt. In Kleingruppen wurde an verschiedenen Themen gearbeitet. NABU Vorsitzender Frank Handel konnte verschiedene Ideen vorbringen. Darunter beispielsweise das Element Wasser, welches seiner Ansicht nach in Ludwigsburg allgemein fehlt. Auch im HInblick, dass es immer wärmer und trockener wird, könnten Wasserflächen für eine gewisse gewünschte Abkühlung sorgen. Er regte auch an, dass es ein Highligt, ein Besuchermagnet oder ein Zentrum einer Gartenschau geben sollte. Die Ergenisse sollen dokumentiert werden und im weiteren Verfahren in die Bewerbung einfließen.


Bürgerspaziergang zur BRT-Trassenführung

 

Am 12ten April 2019, 16 bis 18 Uhr, fand ein zweiter Bürgerspaziergang zu der geplanten Trassenführung des neuen BRT (Bus Rapid Transport) Systems statt. Einige Bürger waren gekommen um sich zu informieren. Los ging es an der Fuchshofstraße am neuen Sportzentrum Ost. Mit dabei OB Spec, BM Ilk und Mobilitätsplaner Behnsen. Bis zum Abschluss an der Kreuzung Kornwestheimer / Mühlhäuser Straße wurde viele Punkte vorgestellt und gleich diskutiert. Vieles mussten die Planer offen lassen, denn eine Detailplanung wird erst noch erabeitet. Klar war allerding schon, dass die Verbindung an der Mühlhäuser Straße vorerst zur Landesstraße geführt wird. Für den NABU Ludwigsburg ist wichtig, dass die Eingriffe in die freien Flächen möglichst gering ausfallen. Der Grünzug zwischen der Oststadt und Oßweil darf in Sachen Ökologie, Frischluftzufuhr und Erholng nicht leiden.

Bericht und Foto: Frank Handel, Vorsitzender NABU Ludwigsburg


Bürgerinformation zum Walckerpark

 

Am 11. 04.2019 fand eine Informationsveranstaltung bezüglich der Neugestaltung des Walckerareals in einen Bürgerpark statt. Grundlage der Planung ist das Wettbewerbsergebnis des ersten Preisträgers, dem Büro Koeber.  Die Bündelung der Parkplätze in ein zweigeschossiges Parkhaus macht Platz für eine ansprechende Freiraumgestaltung. Der NABU Ludwigsburg konnte die Pläne und das ausgestellte Modell an dem Abend begutachten. Die Neugestaltung wird die Wohn- und Lebensqualität deutlich erhöhen. Wichtig für die Ökologie sind die Versickerungsflächen sowie die Bereiche für eine blütenreiche Begrünung.

Bericht und Fotos: Frank Handel, Vorsitzender NABU Ludwigsburg


Fotos und Collage S. Beyer
Fotos und Collage S. Beyer

Aktionstag - Heimische Vogelwelt

 

Am Sonntag, 07.04.2019, 13 bis 17 Uhr fand im Casa Mellifera an der Marbacher Straße wieder ein Vogelaktionstag statt. Eingeladen hatte die Umwelakademie Baden-Württemberg zusammen mit der Stadt Ludwigsburg. Der NABU war mit einer Fotoausstellung zu den Vögeln der Zugwiesen dabei und mit einer Nistkastenbau-Aktion. 

Kinder, Jugendliche oder Erwachsene konnten Bausätze zu Nistkästen für Meisen oder Hausrotschwänze zusammenbauen. Fast dreisig Bausätze wurden dann auch in ein Eigenheim für die Gartenvögel verwandelt. Die Bewirtung erfolgte wie gewohnt bestens durch den Freundeskreis Casa Mellifera. Beobachtungen rund um den Hungerberg wurden von Carolin Zimmermann wieder bei Naturgucker eingegeben. Weiter Infos und Fotos unter https://www.naturgucker.de/?gebiet=903641488


Frühling am Neckar

 

Am Sonntag 07. April 2019 lud der NABU Ludwigsburg wieder zu einer Vogel- und Naturkundlichen Führung in die Zugwiesen ein. Konrad Gaus führte die Gruppe entlang des Zugwiesenbaches bis zum Aussichtsturm. Unterwegs gab es wieder einiges zu sehen. Die Beobachtunge hat Carolin Zimmermann wieder bei Naturgucker eingegeben.

 

 Weitere Infos unter

https://www.naturgucker.de/?gebiet=-1518457980 


Werkstattgespräch "Nachhaltiger Konsum"

 

Am 5ten April fanden sich um 17:30 die ersten Teilnehmer für das Werkstattgespräch "Nachhaltiger Konsum im Ludwigsburg" ein. Um 18 Uhr ging es dann mit der Begrüßung von OB Herrn Spec los. An dem Abend ging es um die Fortschreibung des integrierten Klimaschutz- und Energiekonzeptes. Im Blickpunkt war das Konsumverhalten. Gearbeitet wurden in verschiedenen Arbeitsgruppe die Themen Ernährung, Konsumgüter und Freizeit. Die vielen Vorschläge und Punkte mündeten in die Frage der besseren Werbung für eine nachhaltige Lebensweise. Der Verzicht auf Waren, die wir eigentlich nicht brauchen oder zumindst nicht in der Häufigkeit, war dann auch ein wichtiges Ziel bei der Transformation der Gesellschaft. Die Kreislaufwirtschaft mit der Idee - von der Wiege zur Wiege - oder Englisch cradle to cradle sollte normalerweise Standard sein. Nach dem Schlusswort der neuer Bürgermeisterin Frau Nießen machte OB Spec Werbung für ein lokales Klimabündnis mit den Fridays for futur-Schülern, den Schulen und der Stadt. Der NABU-Vorsitzende Frank Handel sagte ihm zu bei einem lokalen Klimabündnis sich ebenfall einzubringen.  


Bürgerspaziergang zur BRT-Trassenführung

 

Am 5ten April 2019, 16 bis 18 Uhr, fand ein erster Bürgerspaziergang zu der geplanten Trassenführung des neuen BRT (Bus Rapid Transport) Systems statt. Einige Bürger waren gekommen um sich zu informieren. Vom Arsenalplatz aus bewegte sich die Gruppe bis zum Berliner Platz. OB Herr Spec führte in das Thema ein und BM Herr Ilk führten die Gruppe mit Stopps an verschiedenen Standorten bis zum Berliner Platz. Mitarbeiter verschiedener Fachrichtungen und die Ansprechpartnerin beim Landratsamt waren ebenfalls dabei um auf Fragen detailliert zu antworten. Wirklich in die Tiefe konnte dann aber nicht gegangen werden, denn es waren bisher nur Überlegungen zur Verkehrsaufteilung vorhanden. Neben dem Streckenverlaufsplan (siehe Foto) wurden noch Straßenquerschnitte gezeigt. An der Schorndorfer Straße konnte die Planung wenige überzeugen. Der BRT soll in die Mitte der Straße gelegt werden, dies bedeutet aber für die BUS-Nutzer an den Haltestellen den KFZ-Streifen zu queren.  Auch am Alten Oßweiler Weg könnte die neue Regelung schwierig werden. Dort soll der BRT-Bus in beide Richtungen fahren. Der Bürgerspaziergang war für einen ersten Auftakt das richtige Format, denn so konnte sich die Situation Vorort angeschaut werden.

Bericht und Foto: Frank Handel, Vorsitzender NABU Ludwigsburg


Plan der Stadt Ludwigsburg
Plan der Stadt Ludwigsburg

Baumpflanzaktion am neuen Kreisverkehr

 

Der NABU Ludwigsburg hat einen Baum am neuen Kreisverkehr an der Aldinger / Danziger Straße gespendet. Dieser wurde am Donnerstag, 04.04.2019 um 16:30 Uhr zusammen mit BM Herrn Ilk eingepflanzt. Mit dabei die Fachbereichsleiterin Tiefbau und Grünflächen, Frau Schmidtgen und Herr Wenger, zuständig für die Neuanlage von Grünflächen. Auch der NABU war gut vertreten. Einige Mitglieder waren gekommen um auch gleich einen Spaten für das offizielle Foto in die Hand zu nehmen. Auch Anwohner schauten kurz vorbei. Bei kühler Witterung waren die Teilnehmer dann froh für die kleine Stärkung in Form einer Butterbrezel. Bei den anschließenden Gesprächen konnte der NABU dann noch auf einige Punkte eingehen, die im Vorfeld zu Diskussionen geführt haben. Für den NABU stand es außer Frage, dass ein Kreisverkehr die beste Lösung für die Kreuzung ist. Eine ampelgeregelte Kreuzung hätte zu mehr Lärm und Abgasen sowie lange Wartezeiten für den Querverkehr, egal ob PKW, Rad oder Fußgänger geführt. Der Eingriff in den Baumbestand war die Kröte die geschluckt werden musste. Die fehlende Fläche wurde jedoch am Lochwald ausgeglichen und der Waldrand wird in den kommenden Tagen aufgeforstet. Auch die Alleenbäume werden ergänzt und im Anschluss die Beete begrünt. So waren sich die Teilnehmer sicher: Der neue Kreisverkehr eine gelungene Verkehrsanlage mit schöner Begrünung, wenn dann die Pflanzen angewachsen sind und grünen und blühen.

Noch ist der neue Baum in der Mitte des Kreisverkehrs Aldinger / Danziger Straße kaum zu sehen.
Noch ist der neue Baum in der Mitte des Kreisverkehrs Aldinger / Danziger Straße kaum zu sehen.

Führung zum Vogel des Jahres 2019 - Der Feldlerche

 

Zu einer Führung zum diesjährigen Vogel des Jahres, der Feldlerche, trafen sich zehn Interessierte am Lemberg. Die Naturschutzwartin Carolin Zimmermann leitete für den NABU die Veranstaltung der Volkshochschule Ludwigburg.

 

Man könnte meinen mit den Beständen der Feldlerche sei alles bestens, wenn man an diesem Sonntag, den 17. März 2019 mit dem NABU in der Feldflur bei Poppenweiler unterwegs ist. Überall waren die trillernden Rufe zu hören, den jubilierenden Gesang, sieht die Lerchen singend, hoch in den Himmel steigen und mit hängenden Flügeln schwirrend über die Felder fliegen.

 

Doch der Eindruck täuscht.

 

Zwar gibt es derzeit und lokal um den Lemberg noch zahlreiche Feldlerchen, doch gelingt es ihnen kaum mehr, wie üblich mehrmals im Jahr erfolgreich zu brüten und sich fort zu pflanzen.

 

Die Ursache ist nicht nur das erschreckende Artensterben unter den Insekten und dass es in der Feldflur aufgrund Herbizideinsätzen kaum mehr Ackerkräuter zu finden sind, es ist auch die derzeitige Art der Landwirtschaft generell. Feldlerchen benötigen als Standort für ihr gut getarntes Grasnest am Boden lockeren Bewuchs mit Rohbodenflächen. Dichte Ansaaten oder gar Maisäcker sind für sie unbewohnbar.

 

Rund um den Lemberg bevorzugen die Tiere derzeit Winterweizen oder Luzernefelder. Jetzt im April scheinen die den Lerchen perfekt geeignet, der Bewuchs noch locker und niedrig. Das Problem: Die Pflanzen wachsen schnell und hoch. Beim Schlupf der Jungen ist es dann am Boden bereits viel zu dicht und beschattet.

 

Manche Feldlerchen weichen mangels Alternativen darum in die unbewachsenen Fahrspuren des Traktors aus. Mit fatalen Folgen wenn der Landwirt seinen Acker erneut befährt. Wer dann noch im Nest hockt hat keine Chance.

 

Eine Lösung wären sogenannte Feldlerchenfenster. Landwirte können diese Freiflächen recht simpel durch Anheben der Saatmaschine anlegen. Mehrere solche Flächen pro Feld oder auch ganze, locker bewachsene Blühstreifen zwischen bewirtschafteten Feldern würden dabei nicht nur der Lerche sondern auch anderen Offenlandarten wie Rebhuhn, Schafstelze, Wiesenpieper, Feldlaufkäfern, Wildbienen, Wechselkröte und Feldhasen helfen.

 

Generell muss ein Umdenken erfolgen. Und die Zeit läuft ab. Die letzten 25 Jahre sind die Bestände der Feldlerche um 75 % gesunken (falls sie Probleme haben sich dies auch nur annähernd vorzustellen, denken sie an Europas Bevölkerung nach den Pestjahren im Mittelalter, nur schlimmer). Bestandsverbesserungen der bedrohten Offenlandarten sind nur zu erreichen, wenn es sich für unsere Landwirte finanziell lohnt Brachflächen und Blühstreifen anzulegen. Und Pestizid- und Herbizideinsatz zu reduzieren.

 

Feldlerchen ernähren sich wie viele Tiere des Offenlandes sowohl von Insekten als auch Sämereien. Beides gibt es aber immer weniger.

 

Eine Tatsache, die es einem schwer macht das frühlingshafte Jubilieren so richtig zu genießen.

 

Eine Liste der Beobachteten Arten und einige Fotos gibt es wie immer auf www.naturgucker.de

oder unter den Links

https://www.naturgucker.de/?gebiet=430590670

https://www.naturgucker.de/?gebiet=-1534099869

 

Bericht: C. Zimmermann


Offener Treff der NABU Ortsgruppe Ludwigsburg

Am Dienstag, den 26.02.2019 trafen sich die Aktiven des NABU LB erstmals zu einem offenen Treff in der Casa Mellifera am Hungerberg. Mitglieder und an Naturschutz Interessierte Nicht-Mitglieder waren gleichermaßen willkommen.

 

Diskutiert wurden einige Themen. Über die Maßnahmen der Stadt an der ehemaligen Kleingärten Frommannkaserne und den Nisthilfen im angrenzenden Gewerbegebiet, den Baumfällungen im Stadtgebiet, den vielen toten Steingärten und dem Amphibienschutz wurde gesprochen. Regelmäßige Treffen sollen nun alle zwei Monate stattfinden. Auch ein Vororttermin im Westen wurde ausgemacht, denn die Gespräche sollen der Auftakt für neue Aktionen sein.


Fotos und Collage: S. Beyer
Fotos und Collage: S. Beyer

NABU Führung auf dem Alten Friedhof Lbg.

 

Manchmal kommt es anders als geplant. So auch bei der zweiten naturkundlich-historischen Führung des NABU LB auf dem Ludwigsburger Alten Friedhof.

 

Der Andrang war mit etwa 50 Teilnehmern überwältigend. Umso bedauerlicher, dass ein Teil des Programms leider nicht wie vorgesehen stattfinden konnte. Der geplante Auftritt der Remsecker Schauspielerin Karin Sinn als Großfürstin Wera Konstantinowna Romanova an der königlichen Grablege entfiel leider aufgrund Erkrankung von Frau Sinn.

 

Die 1912 verstorbene Großfürstin Wera wuchs am württembergischen Hof bei ihrem Onkel Karl I und Tante Olga als Adoptivschwester des letzten württembergischen Königs auf. Viele kennen sie als Gründerin des Weraheims für alleinstehende Mütter.  Wilhelm II , der beliebte, volksnahe Monarch liegt mit seinen beiden Ehefrauen und früh verstorbenen Kindern auf dem Ludwigsburger Friedhof begraben.

 

Statt Wera Romanova berichtete Carolin Zimmermann aus dem Leben des „Herrn Kenich“, der sich bei Spaziergängen mit seinen beiden weißen Spitzen gerne unters Volk mischte. Manch Teilnehmer kannte als Zeitzeuge sogar noch Prinzessin Pauline, des Königs überlebende Tochter, eine pferdevernarrte Ludwigsburgerin, persönlich. Ihr Grab mit dem riesigen Kreuz liegt bei der Ludwigsburger Marienwahl.

 

Auch dank der interessanten Beiträge des Publikums wurde es eine spannende Führung. Das Wetter war mehr als königlich. Die bunten Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen wurden von unzähligen Honigbienen, Schwebfliegen und Hummeln besucht. Ein erster Zitronenfalter und die riesige Blauen Holzbiene wärmten sich, ebenso wie die Teilnehmer, in der Frühlingssonne. Es scheint der Frühling ist da und ist gekommen um zu bleiben.

 

Eine Liste der Beobachtungen und Fotos gibt es wie immer auf www.naturgucker.de

 

https://www.naturgucker.de/?gebiet=1619043407

 


Die Pflegemaßnahme Zugwiesen in Bildern, Foto: S. Beyer
Die Pflegemaßnahme Zugwiesen in Bildern, Foto: S. Beyer

Fleißige Hände pflegen das Zugwiesen-Biotop

16.02.2019 - Bereits zum vierten Mal organisierte der NABU-Ludwigsburg Pflegemaßnahmen für das Zugwiesen-Biotop. Und diesmal war alles ein wenig anders. Zunächst war das sonst eher mäßige Wetter einfach nur großartig, warm und sonnig. Und dann kamen auch noch so viele Helfer, dass wir mit etwa 25 Teilnehmern sehr viel bewältigen konnten.
Zuerst einmal konnte jeder durch das Spektiv von Nachwuchs-Orni Florian Gaus einen Blick auf den Uhu werfen, der bereits auf seiner Nestkuhle in den gegenüberliegenden Poppenweiler Muschelkalkfelsen sitzt. Es schien, als ob auch er die Frühlingssonne genießt.
Auch sonst war zwischen Weinbergen, Neckar und Zugwiesen ordentlich was los und nebenbei konnten immer wieder Gänsesäger, Zwergtaucher, eine Krickente, Höckerschwäne, Eisvögel, Gebirgsstelze und Tafelenten beobachtet werden.

Natürlich wurde auch was geschafft. In mehreren Gruppen wurde Müll gesammelt, Weiden zurückgeschnitten und das von den pflegenden Landwirten bereits vorab gemähte Schilf zu Haufen aufgeschüttet. Die Haufen entwickeln beim Verrotten Wärme und werden unter anderem von Ringelnattern gerne als „Bio-Brutkasten“ für ihre Eier angenommen.

Regelmäßiger Rückschnitt ist unbedingt notwendig, da ohne Pflege alle Freiflächen längst zugewachsen wären. Viele Tiere benötigen aber gerade solche freien Uferzonen um Nahrung zu suchen oder zu laichen. An naturnahen Fließgewässern sorgen Frühjahrshochwasser für eine solche Dynamik. Am eingedämmten Neckar, helfen Naturschutz-Aktive nach.

Während die großen Helfer fleißig nachhalfen, forschten die kleineren am Bachufer nach Muscheln und den kolbenartigen Samenständen des Rohrkolbens. Allerlei kurioser Müll wurde abgesammelt, darunter eine "Fransenschnäblige Gummiente".

Zur Belohnung für all das Engagement gab´s am Ende wieder Brezeln, süße Stückle und Getränke. Und da wir viel Weidenschnitt hatten, konnte ein jeder der mochte, auch einen schönen Weidenkätzchenstrauß als Erinnerung mitnehmen.
Der NABU-Ludwigsburg sagt allen Helfern vielen Dank. Es hat wieder viel Spaß gemacht!

 

Fotos und eine Liste der Beobachtungen gibt’s auf www.naturgucker.de  oder hier   https://www.naturgucker.de/?gebiet=-1518457980

 

Bericht: Carolin Zimmermann


„Wir haben es satt“ - Demo

Kundgebung und Demonstrationszug am 19.01.2019 in Tübingen

 

Anlässlich der Grünen Woche in Berlin haben Landwirte sowie Tier- und Umweltschützer zu einer Demonstration „Wir haben es statt“ aufgerufen. Dabei geht es um eine Wende in der Agrarpolitik und eine Reform der EU-Subventionen. Jedes Jahr landen tausende Tonnen Gifte und Gülle auf Äckern und Wiesen, töten Insekten direkt oder lassen deren Lebensgrundlage verkümmern. Die falsche Subventionspolitik belasten auf dramatische Weise Natur und Umwelt. „Wir sägen den Ast ab auf dem wir sitzen“, ist Frank Handel, Vorsitzender des NABU Ludwigburg sicher. „Der Naturhaushalt kennt keine Jahresbilanzen, die in den vergangenen Jahren ausgebrachten Giftstoffe sind alle noch da, zerfallen zum Teil in andere Stoffe und reichern sich letztendlich in der Umwelt oder dem Grundwasser an“, ist Handel überzeugt. Die EU-Subventionen müssen umverteilt werden sonst gehen kleinere Höfe, die meist Familienbetriebe sind und gute Feldarbeit machen, ein. Etwa 80 Prozent der Gelder gehen an 20 Prozent der industriell arbeitenden Großbetriebe.

 

Mit seiner Teilnahme an der Demonstration in Tübingen, dem süddeutschen Ableger der Berliner Großkundgebung, möchte der NABU Ludwigburg auf die Problematik hinweisen und für eine vernünftige Agrarpolitik Werbung machen. Damit sendet der NABU ein klares Zeichen auch an die Politikerinnen und Politiker in Baden-Württemberg und darüber hinaus.

 

„Wir haben es satt“ - geht weiter. Helfen Sie mit und treten Sie gemeinsam mit uns für eine Landwirtschaft ein, die Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen schützt. Schreiben Sie jetzt Ihrem Europa-Abgeordneten, dass wir eine neue Agrarpolitik brauchen – für Mensch und Natur!

 

Zum Schreiben www.mitmachen.nabu.de/meine114euro

 

Mehr Informationen zur Demo finden Sie unter dem Link

 

https://zukunftsfaehige-landwirtschaft.jimdo.com/