Bildergalerie

Veranstaltungen im Jahr 2018


Schafstelze - Römerteich - Mai 2013, Foto: NABU Dr. Rainer Ertel
Schafstelze - Römerteich - Mai 2013, Foto: NABU Dr. Rainer Ertel

Kurz-Exkursion als Schnupperkurs für Vogelbeobachter zum "Stämme-Teich"

 

Sonntag 6. Mai 2018 um 7 Uhr

Treffpunkt: Eierhof Walker

(Ludwigsburger Steige 100, 71686 Remseck a. N.)

Wegstrecke: etwa 2,5 Kilometer

Dauer: etwa 60 Minuten

Leitung: Rainer Ertel und Marius Kremer

 

Die Remsecker Aktiven des NABU-Ludwigsburg Dr. Rainer Ertel, Sabine Beyer, Marius Kremer, Carolin Zimmermann sowie Konrad Gaus aus Oßweil werden über das Jahr verteilt einige Kurz-Exkursionen als Schnupperkurse für interessierte Vogelfreunde anbieten. Dabei soll es nicht wie sonst darum gehen, besonders viele Vogelarten zu sehen. Vielmehr sollen auf kurzen Wegstrecken innerhalb von etwa 40 bis 80 Minuten an attraktiver Stelle wenige oder einzelne Arten vorgestellt werden, die man sich auch leichter merken kann.

Fotos und Collage: NABU S. Beyer
Fotos und Collage: NABU S. Beyer

Bericht

 

Kurze Morgenexkursion zum "Römerteich" und zur Blühwiese am Regengraben

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm und die frühen Vogelbeobachter schauen dabei zu. Wer sich schon um 7 Uhr am Eierhof Walker am Rande von Aldingen eingefunden hatte, dem wurde auf der Exkursion des NABU-Ludwigsburg ein kleiner, aber sehr wichtiger Teil der Remsecker Vogelwelt vorgestellt.

Gartenrotschwanz - Römerteich - Mai 2018, Foto: NABU Dr. Rainer Ertel
Gartenrotschwanz - Römerteich - Mai 2018, Foto: NABU Dr. Rainer Ertel

Aufgrund der ökologischen Verbesserungen durch die Stadt Remseck sind es auch in diesem Jahr mindestens 3 singende Dorngrasmücken, deren kratzigen Gesang man seit 3 Wochen fast den ganzen Tag über hören kann. Ein Männchen zeigte sogar den auffälligen Balzflug über den Bäumen. Die erwarteten Schafstelzen konnte man nur kurz beobachten. Sie haben in diesem Jahr bisher nur zwei Brutreviere in Richtung Neckargröningen besetzt. Aber vermutlich werden sich Spätankömmlinge noch am Regengraben einfinden.

 

Glück hatten wir mit dem Sumpfrohrsänger. Er war wie andernorts erst am Vortag aus Afrika zurückgekehrt und sang lange unsichtbar in einem Baum, danach aber auch frei sitzend zwischen Schilfhalmen. Ein Turmfalkenpaar zeigte sich auch. Das lässt hoffen, dass sie auch in diesem Jahr ihre Jungen mit Feldmäusen als Futter aufziehen werden.

 

Als "Dessert-Nachschlag" dieser 90-Minuten-Exkursion sang zum Abschluss noch ein farbenprächtiger Gartenrotschwanz dicht beim Eierhof. Insgesamt konnten die Teilnehmer zur frühen Morgenstunde ein gutes Dutzend an einheimischen Brutvogelarten kennenlernen.

 

Leitung: Rainer Ertel und Marius Kremer für den NABU-Ludwigsburg


Baumpflanzaktion am Casa Mellifera am 26. April 2018

 

Einen Baum zu pflanzen – das hatte schon immer eine große symbolische Bedeutung. Schülerinnen und Schüler der Ludwigsburger Gottlieb-Daimler-Realschule (GDRS) wollten beim NaturInfoZentrum Casa Mellifera einen Obstbaum der alten Wildobstsorte Speierling pflanzen und damit ein Zeichen setzen gegen den Klimawandel. Initiiert hat die Aktion die Schülersprecherin der GDRS, Caro Dold. Dass die Schülerinnen und Schüler nicht kommen konnten war sehr schade. Es fehlte schlicht eine Aufsichtsperson, die einen Ausflug zum Hungerberg möglich macht. Der von Joachim Haaß (Förderverein Speierling, NABU Remseck) mitgebrachte Baum wartete jedoch auf seine Pflanzung. Also schritten die Anwesenden Caro Dold, Susanne Schreiner vom städtischen Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und Soziales, Joachim Haaß und der Vorsitzende des NABU Ludwigsburg Frank Handel zur Tat und setzten den Speierling fachgerechte an seinen neuen Standort. Eine solche tolle gemeinschaftliche Aktion verdient natürlich eine Würdigung. Der NABU Ludwigsburg spendet nicht nur den Baum, sondern bedankt sich bei Caro Dold für ihr Engagement.


Fotos und Collage: NABU S. Beyer
Fotos und Collage: NABU S. Beyer

Vogelkundliche Tagesfahrt ins Naturschutzgebiet bei Waghäusel am 21.04.2018

 

Das Naturschutzgebiet Wagbachniederung ist in den letzten Jahren zu einem beliebten Reiseziel für Naturfreunde aus ganz Deutschland geworden. Der Naturschutzbund (NABU) Ludwigburg plante schon länger eine Tagesausfahrt durchzuführen, um einmal andere und vor allem größere Gebiete, wie beispielsweise das Naturschutzgebiet bei Waghäusel im Landkreis Karlsruhe kennen zu lernen. Im April war es nun soweit. Die Volkshochschule Ludwigsburg organisierte die Busfahrt in die Rheinebene. Die Ausfahrt konnte somit einer weiteren Personengruppe angeboten werden, die sich für Naturthemen aus dem Angebot der VHS interessieren. Geleitet wurde die vogelkundliche Exkursion vom Remsecker Ornithologen Dr. Rainer Ertel.

 

Knapp ein Duzend Vogelbegeisterte zogen am Samstagmorgen vom Busbahnhof Ludwigsburg los um Purpurreiher, Rohrweihen, Regenpfeifer, Bartmeisen, Blaukehlchen oder die verschiedensten Entenarten zu erleben. Nach kurzweiliger Fahrt mit den ersten Informationen von Rainer Ertel erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt, den Stadtteil Waghäusel der gleichnamigen großen Kreisstadt.

 

Bereits nach wenigen Metern konnte die Gruppe den Gesängen der Nachtigall lauschen. Im weiteren Verlauf waren viele der wunderbaren Sänger zu hören, im dichten Gehölzstreifen aber nicht zu entdecken. Auf den angrenzenden Feldern zog der seltene Kiebitz mit seinem eigenwilligen Flug einige Runden. Einst war der Kiebitz weit verbreitet, nun steht er hierzulande auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Aus dem Unterholz tauchte ein Fasan mit seinem farbenprächtigen Gefieder auf. Zu unserer Besuchergruppe hielt er einen großen Abstand, vorbeiradelnde Radfahren beeindruckten ihn aber wenig. Bereits vor dem eigentlichen Ziel, den aufgelassenen Wiesen- und Wasserflächen einer ehemaligen Zuckerfabrik, konnten schon die ersten Höhepunkte „abgehakt“ werden.

 

Das Schutzgebiet Wagbachniederung ist Teil einer ehemaligen Rheinschlinge. Im Laufe der Zeit verlandete das Gelände und es entstand ein großes Niedermoor. Aufgrund umfangreicher Eingriffe durch großflächige Klär- und Absetzbecken zur Reinigung von Rüben verschwanden mit der Zeit die meisten moortypischen Tier- und Pflanzenarten. Ab 1983 wurde das Gelände unter Schutz gestellt und als im Jahr 1995 das Werk der Süddeutschen Zucker AG den Betrieb einstellte, entwickelt sich die größte naturnahe Schilffläche im Regierungsbezirk Karlsruhe. Für die zahlreichen Wasservogelarten stellt das Gelände einen bedeutenden Rast- und Brutplatz dar.

 

Nun folgten, die mit Fernglas und Telekameras ausgestatten Naturbeobachter einem Trampelpfad zu einer kleinen Holzhütte. Im Schutz der Holzplanken und durch kleine Luken schauend sind Beobachtungen von scheuen Vögeln auch auf nächster Nähe möglich. Als Wetterschutz war die Hütte nicht nötig, denn bei strahlendem Sonnenschein stiegen die Temperaturen bereits im April auf sicher dreißig Grad. Seit dem Trampelpfad war der Blick auf die Wasser- und Schilfflächen frei. Jetzt konnte die Rohrweihe bei ihrem Beuteflug beobachtet werden, im Schilf versuchte sich ein Teichrohrsänger zu verstecken und der Ruf des Kuckucks schallte aus einer anderen Richtung. Endlich zeigte sich auch das Blaukehlchen, das so viele erhofft hatten zu sehen. Eine Vogelsichtung folgte der anderen. Zu sehen waren beispielsweise Mönchs- und Dorngrasmücken, Rohrammern, Zwerg-, Hauben- und Schwarzhalstaucher sowie die verschiedensten Entenvögel. Bei uns selten zu sehende Rost- und Kanadagänse, Schnatter-, Krick-, Knäk-, Löffel-, Kolben- und Reiherenten gaben sich ein Stelldichein.

 

Das Spektiv, von Rainer Ertel mühelos auf der Schulter transportiert, wurde abermals eingestellt. Nun zeigten sich einige Purpurreiher von ihrer ganzen Schönheit. Das Gebiet Waghäusel ist eines der wichtigsten Brutgebiete. Derzeit sind etwa siebzehn besetzte Nester bekannt, wie Gebietskenner Ulrich Mahler erzählte. Der Naturschützer setzt sich mittlerweile seit Jahrzenten für den Schutz des Vogelparadieses ein und ist natürlich kein Unbekannter. Ursprünglich aus dem Remstal kommend wohnt er nun in nächster Nähe zum Schutzgebiet und ist dort nahezu täglich unterwegs. So war die Freude groß als beide Vogelkoryphäen Mahler und Ertel wieder einmal aufeinandertrafen. Nach ein paar Hintergrundinformationen und wichtigen Tipps über die besten Beobachtungsplätze warnte Ulrich Mahler noch vor der gnadenlosen Sonne. Und in der Tat. Gute Rast- und Schattenplätze für Besucher waren kaum vorhanden.

 

Langsam ging die Runde um die große Seenplatte zu Ende. Von dem mit blühenden Obstbäumen gesäumten Geh- und Radweg konnte Rainer Ertel noch zwei Schwarzkopfmöwen entdecken. Diese Sichtung rundete die Bandbreite der gesichteten Arten nun vollends ab. Trotz ebener Wegstrecke war jetzt eine Stärkung in einem Eiscafé nötig. Bei Kuchen oder Eis zeigten sich alle Teilnehmer mit dem Verlauf der Exkursion höchst zufrieden. Ehe es auf die Heimreise ging ergab eine schnelle Bilanz etwa fünfzig beobachtete Vogelarten. Es war ein sehr schöner Tag mit vielen Erlebnissen. Vielen Dank der VHS und Rainer Ertel für die Organisation.

 

Bericht: Frank Handel, NABU Ludwigsburg, 24.04.2018


 Frühlingsführung des NABU LB in den Zugwiesen bei sonnigem Wetter sehr gut besucht

 

Bei schönstem Wetter war das Interesse an der NABU-Führung am Sonntagmorgen sehr groß. So fanden sich am 15ten April etwa 30 Teilnehmer ein. Gut war, dass drei erfahrene Vogelkundler des NABU dabei waren, die den interessierten Naturfreunden Auskunft geben konnten.

 

Gleich in direkter Nähe des Treffpunktes - der Poppenweiler Schleuse - konnten bereits die ersten Beobachtungen gemacht werden: neben einem segelnden Rotmilan zeigten sich sowohl eine Gebirgstelze als auch eine Bachstelze. Durch ein Teleskop ließ sich dann auch - bei hellem Sonnenschein - der Uhu bestens beobachten, der erfreulicherweise nun im vierten Jahr in Folge in den Poppenweiler Felsen einen Brutplatz hat. An den Wasserflächen der Zugwiesen saß das Blässhuhn auf dem Nest, während die Graugänse schon in mehreren Familien Ihre Jungvögel ausführten.

 

Auf dem Wasser war die Balz eines Gänsesägerpaares zu beobachten, sowie mehrmals eine schwimmende Bisamratte. Außerdem konnten die Teilnehmer den Gesängen von Rohrammer und Mönchsgrasmücke lauschen - beides sind Singvögel, die an den Schilf- und Busch-bestandenen Ufern des Schutzgebietes brüten.

 

Die Teilnehmer konnten neue Eindrücke im Gebiet sammeln und so manch Wissenswertes mitnehmen. Es wurde deutlich, dass die Zugwiesen ein erfolgreiches Beispiel sind, wie der Mensch Natur zurückbringen kann. Gemeinsam mit der Stadt Ludwigsburg setzt sich jetzt der NABU dafür ein, dass dies durch gezielte Pflegemaßnahmen so bleibt oder sogar noch verbessert werden kann.


Vogelaktionstag mit Nistkastenbau, Foto-Ausstellung und Bewirtung

 

Aktionstage „Treffpunkt Natur“ im Akademie-Natur-Info-Center Casa Mellifera

 

Am Sonntag, den 8. April 2018, 13-17 Uhr, luden die Umweltakademie Baden-Württemberg, die Stadt Ludwigsburg und der Naturschutzbund (NABU) Ludwigsburg ins Natur-Info-Center „Casa Mellifera“ (Grünanlage Hungerberg, Zugang über Marbacher Straße 193) unter dem Motto „Heimische Vogelwelt: erkennen, bestimmen, schützen“ zu einem Vogelaktionstag ein. 

 

Dort war die einzigartige Ausstellung zur Vogelwelt der Zugwiesen des NABU-Ornithologen Rainer Ertel und weiterer Naturfotografen des NABU Ludwigsburg zu sehen sein. Die Fotoausstellung zeigt hochwertige Aufnahmen aus den Zugwiesen. Neben den Vogelarten wird auch das renaturierte Gebiet am Neckar portraitiert.

 

Familien mit Kindern waren zudem eingeladen Nisthilfen aus vorgefertigten Bausätze zu zimmern. Im Angebot standen Meisenkästen und Halbhöhlen für diverse Vogelarten, wie Meisen, Kleiber oder Rotschwänze sowie Fledermauskästen, die insbesondere Zwergfledermäusen als Sommerquartier dienen. Für Kinder, die nicht gerade mit dem Basteln beschäftigt waren, gab es ein Quiz rund um den Grünspecht, dessen lachende Rufe man auf den Wiesen um die Casa oft zu hören bekommt. Kinder, die am Agenda-Diplom teilnehmen, bekamen einen Sticker, wenn sie einen Nistkasten gebaut oder das Grünspecht-Quiz gelöst hatten. 

 

Die Besucher des Aktionstages wurden überdies mit Ludwigsburger Barock-Kaffee aus fairem Handel und hausgebackenem Kuchen verköstigt. Die Bewirtung übernahm der Freundeskreis Casa Mellifera. Der Aktionstag fand von 13 bis 17 Uhr statt und konnte sich mit einer Radtour am Neckar oder einem Spaziergang durch den Grünzug am Hungerberg bestens zu einem Tagesausflug erweitern. 

Fotos und Collage: NABU Sabine Beyer
Fotos und Collage: NABU Sabine Beyer

Fotos: NABU C. Zimmermann


NABU LB Führung im Hochberger Wald

mit C. Zimmermann und 12 Teilnehmern am 11.03.2018, 8.30 – 11.30 Uhr 

 

Das Wetter der ersten Frühlingsführung des NABU LB präsentierte sich recht frühlingshaft 

mit angenehmen Temperaturen. Das machte Lust nach ersten Frühlingsboten im Hochberger Wald Ausschau zu halten und lockte 12 Interessierte in die Haldenstraße. Von dort ging es direkt in den Bereich des Waldes, wo 2017 Baumfällungen vorgenommen

wurden. Es ist jetzt deutlich lichter im Wald und es fällt auf, dass überall „unordentliche“ Haufen von Ästen und auch Teile oder ganze Bäume herumliegen. Ordentlich geht anders. Und das ist gut so. Denn die Äste und Stämme bieten Verstecke für zahllose Tiere von Insekten, über Amphibien bis zu Vögeln und Säugern. Holzzersetzende Pilze sorgen für Braun- und Weißfäule des Holzes. Das Holz wird bröckelig und weich. Käfer können ihre Eier hineinlegen und die daraus schlüpfenden Larven wieder rum sind wichtige Biomasse. 

 

Ein Buntspecht machte es vor. An einem morschen Stamm voller Pilze hackte er nach 

Fressbarem. Die Spechte zeigten sich sehr aktiv diesen Morgen. Neben Bunt-, Grün- und dem selteneren Grauspecht zeigten sich auch die nur regional häufigen Mittelspechte. Ihr 

Quäken schallte durch den ganzen Wald. Der Höhepunkt jedoch war das deutlich hörbare 

Trommeln des winzigen Kleinspechtes. An einen Buntspecht erinnernd ist er nur etwa 

meisengroß und sehr selten. Am Naturdenkmal Froschlache einem Tümpel am Waldrand konnte er gehört werden. 

 

Amphibien waren leider noch nicht zu sehen. Dafür aber illegale Ablagerungen von Grünschnitt, Plastiktöpfen und entsorgten Topfpflanzen, die alle am Rand des Schutzgebietes aufgeschichtet oder einfach zum Tümpel hinunter geworfen wurden. Nicht nur ärgerlich sondern auch fatal. Die verrottenden Haufen sorgen für Düngung, verändern die Bodengüte und so manche Gartenpflanze verfremdet das Biotop und verdrängt seltenere Arten. 

 

Nach dem leichten Regen in der Nacht zeigten sich die Moose besonders grün. Nach dem

Befahren der Waldwege zur Baumernte waren die Wege aufgewühlt und die Vegetation 

verschwunden. Nun zeigt sich wie schnell Moose als Pionierarten Rohböden besiedeln 

und befestigen können. Widertonmoos, das Moos das vor dem Tun böser Geister 

schützen soll, Gabelzahn- und Sternmoos überziehen den Waldboden. Schlafmoos, 

dessen Name von seiner Verwendung zum Stopfen von Kissen und Matrazen herrührt ist 

dabei das häufigste. Zwischen den Moosen sprießen Buschwindröschen und Scharbockskraut.

 

Der lichte Wald wird nun bald ein Meer aus weißen und gelben Blüten zeigen. Frühblüher profitieren eher von den Fällungen. Dass die „Baumernte“ nötig, wirtschaftlich unvermeidbar und nicht immer nur negativ ist, ist unbestreitbar. Die Diskussionen um den angeblichen Kahlschlag im Hochberger Wald waren heiß und heftig. Fakt ist : Der Wald ist verändert. Veränderung und Chaos ist in der Natur aber durchaus 

nicht nur negativ zu sehen. Durch das liegen gebliebene Totholz sind neue spannende 

Strukturen entstanden. Durch einen lichteren Wald kann sich die Artenvielfalt durchaus 

erhöhen. Wichtig ist – es müssen ausreichend „Baumgroßeltern“ übrig bleiben. Auch wenn die dicken Eichen und Buchen gerade besonders viel einbringen. Denn zahllose Lebensformen wie Flechten, Moose, Käfer sind in Ihrer Existenz auf diese mehrhundertjährigen Riesen angewiesen. Und sie sind einfach nur beeindruckend und schön. 

 

Zum Glück sind noch nicht alle aus dem Hochberger Wald verschwunden. Hoffen wir dass

es so bleibt und es vielleicht im Jahre 2318 auch eine Führung gibt bei der dann 500- 

jährige Eichen und Buchen bestaunt werden können.


SWR-Filmreihe "natürlich!" mit einem Beitrag über die Zugwiesen 

Die Sendung "Fahr-mal-hin" über das mittlere Neckartal wurde am 9.3. um 18.15 Uhr im SWR ausgestrahlt. Auch die Zugwiesen wurden vorgestellt. Dazu beigetragen haben drei Ehrenamtliche des NABU Ludwigsburg. Siehe auch unter Aktuelle Meldungen "Dreharbeiten in den Zugwiesen". In der ARD Mediathek ist der Beitrag zu finden. Fahr mal hin bei Suchen eingeben und den Beitrag Unterwegs zwischen Marbach und Laufen anklicken. 


NABU Ludwigsburg Zugwiesenpflege am 17.02.2018

 

Dauer 9.30-13 Uhr, 14 Teilnehmer, Bericht : Carolin Zimmermann, Fotos : Sabine Beyer, C. Zimmermann

 

Zum ersten Mal seit Beginn der Zugwiesenpflege führten wir diese statt im Herbst zum Ende des Winters aus. Insgesamt 14 Teilnehmer ließen sich davon nicht abschrecken. Neben alten Bekannten waren auch wieder neue Gesichter und eine Mitarbeiterin des Grünflächenamtes dabei. Florian blieb diesmal leider der einzige Kind.

 

Von der Stadt mit Schubkarren, Säcken, Sägen, Scheren und Müllsammlern ausgestattet ging´s los. Wir bildeten Gruppen und verteilten uns im Gebiet zwischen Tümpeln und Turmsee. Während die einen Gewässerränder von zu dichtem Bewuchs befreiten um Schlammflächen für Limikolen zu erhalten setzten andere Sträucher auf Stock und schichteten Schnittgut zu Haufen. Eine dritte Gruppe sammelte Müll .

 

In Absprache mit Herrn Schlecht vom Grünflächenamt der Stadt hatten wir nach einer Begehung im Herbst die Maßnahmen beschlossen.Der Landwirt Herr Renz hatte vorab schon einiges maschinell erledigt. Rainer Ertel war „the man with the plan“. Er hatte die von Herr Schlecht gemachten Fotos mit Arbeitsanweisungen ausgedruckt dabei ,so dass alles planmäßig erledigt werden konnte.

 

Nach einiger Zeit bekamen wir Besuch von der LKZ. Frau Blum präsentierten wir sogleich unsere gerade entdeckte neue Art in den Zugwiesen. Die Unterart der Sumpfschildkröte Plüschiana glupschauginensis.  :-) Die großen Augen lassen vermuten, dass es sich um ein überwiegend nachtaktives Tier handelt. Scheinbar ernährt sie sich überwiegend von Zivilisationsmüll. 

 

Neben dieser Rarität zeigten sich während unserer Arbeiten auch Zwergtaucher, Eisvogel, Gänsesäger, Goldammer, Zaunkönig, Turmfalke und vieles mehr. Florian fischte uns einige Körbchenmuscheln als Anschauungsobjekte aus dem Bach. Die Liste und ein paar Bilder gibt es wie immer unter Gesamtgebiet Zugwiesen auf www.naturgucker.de.

 

Nach getaner Arbeit ließen wir uns Kaffee und Tee, Butterbrezeln und selbstgemachten Marmor- und Nuss-Kirschkuchen mit ordentlich Kirschwasser drin schmecken. Das machte warm und war bei dem kühlen Wetter doch gefragter als die Kaltgetränke.

 

Alles in allem hatten wir aber Glück mit dem Wetter, es war kalt doch bis fast zum Ende niederschlagsfrei. Dann erst begann es zu graupeln und zu schneien.

 

Das Schaffen hat einmal wieder viel Spaß gemacht, danke an alle Helfer für ihr Engagement. Danke auch an die Stadt LB und Landwirt Renz für die gute Zusammenarbeit. Wir hoffen dadurch auf viele neu zu entdeckende Tier- und Pflanzenarten in den Zugwiesen 2018.


Neujahrsempfang der Landesregierung

Der diesjährige Neujahrsempfang am 19ten Januar 2018 stand unter dem Motto "Natur und Umwelt". Geladen waren deshalb Vertreterinnen und Vertreter von Natur- und Umweltverbänden sowie aus den Bereichen der Land- und Forstwirtschaft aus dem ganzen "Ländle" Baden-Württemberg. Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte sich in seiner Ansprache besorgt über den Rückgang der Tier- und Pflanzenarten. Für die Landesregierung sei der Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt zentrale Anliegen, fügte er hinzu. 

Die Säle des Neuen Schlosses waren sehr gut besucht, so dass viele die Ansprache nur auf dem Monitor verfolgen könnten. Später wurde der traditionelle Anschnitt der Schwarzwälder Kirschtorte in Baden-Württemberg Umrissen zelebriert. Für Gespräche unter den Teilnehmern blieb ausreichend Zeit. 


Eulenabend mit dem "König der Nacht im Neckartal" 

Am  Samstag 13.Januar 2018 um 19 Uhr im HAUS DER BÜRGER in Remseck-Aldingen, Neckarstraße 56 

 

Zu Beginn dieses Eulen-Abends führte Dr. Rainer Ertel anhand von Fotografien mit einer Übersicht über "Die Eulen Europas" in das Thema ein. Dabei wurden einerseits die in Remseck lebenden Arten vorgestellt, andererseits aber auch die eindrucksvollen Eulen Nordeuropas bis hin zur durch "Harry Potter" berühmt gewordenen Schnee-Eule. 

 

Anschließend zeigte Prof. Dr. Claus König seinen Film über die größte Eule Europas. Erstaunlicherweise brütet der Uhu seit einigen Jahren wenige Kilometer von der Remsecker Gemarkungsgrenze entfernt in den Felsen oberhalb des Neckartals. Der international bekannte Eulenspezialist Prof. König hat zusammen mit seiner Frau Ingrid 3 Jahre lang unendlich viele Stunden unterhalb des Uhu-Brutplatzes verbracht. Die dabei entstandenen Filmaufnahmen zeigen typische Verhaltensweisen im Leben des Uhus. Einiges wurde gar zum ersten mal überhaupt wissenschaftlich erfasst und im Film dokumentiert. Die jahrzehntelange Erfahrung mit vielen Eulenarten in Europa, Afrika und Südamerika einerseits und die modernen Möglichkeiten der digitalen Aufnahmetechnik andererseits ermöglichten Prof. König eine lückenlose Dokumentation der Brutbiologie dieser großen Eule inmitten  eines dicht besiedelten Gebietes . So erlebten der Zuschauer Szenen, die bisher auch die meisten Ornithologen noch nie gesehen haben. Gleichzeitig hat sich Prof. Dr. König als NABU-Ehrenpräsident auch erfolgreich bemüht, den Schutz dieser großen Eulen sicher zu stellen. 


Veranstaltungen im Jahr 2017

25. November 2017 Landesvertreterversammlung (LVV) des NABU Landesverbandes BW

Der NABU Ludwigsburg war vor Ort eine erlebte ruhige und dennoch entschiedene Versammlung. Ruhig, weil der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Und entschieden weil die NABU Landesvertreterversammlung in Stuttgart einen eindringlichen Appell an die Landesregierung richtet, sich in Berlin und Brüssel für einen Kurswechsel in der EU-Agrarpolitik und für die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen einzusetzen. 


Am 14. November 2017 fand die bundesweite Stadtradeln Abschlussveranstaltung im Haus der Architekten in Stuttgart statt. Verkehrsminister des Lands Baden-Württemberg Winfried Hermann zeichnete zusammen mit Thomas Brose vom europäischen Städtenetzwerk Klimabündnis die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbes aus. Die Mitmachaktion Stadtradeln ging mit dem Jahr 2017 in die zehnte Runde. Immer mehr Kommunen nehmen teil und Teilnehmerzahlen steigen immer weiter. Mehr unter http://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/rekord-im-jubilaeumsjahr-42-millionen-kilometer-stadtradeln-1/


Biotoppflege "Im Riedle" in der Oststadt

Datum:              Samstag, 11. November 2017, 9.30 Uhr

Treffpunkt:       Vor der Jugendfarm (Riedle 3, 71638 Ludwigsburg)

Zur mittlerweile traditionellen Herbstaktion „Im Riedle“ trafen sich wieder Mitglieder und Freunde von Oststadtverein und NABU Ludwigsburg, um am Naturbiotop und den Rigolen die wild wuchernden Brombeeren zu entfernen und Sträucher auszudünnen. Die Werkzeuge wurden gestellt und ein Abschlussvesper bildete den Abschluss der Veranstaltung. Dieses Jahr erschwerte das regnerische Wetter die Arbeiten. Bevor der Regen zu stark wurde konnte die Pflegemaßnahme aber abgeschlossen weden.  


Vogelwelt der Zugwiesen (Fotoausstellung)

Datum:          21. und 22.10.2017, 9:30 bis 18:00 Uhr

Ort:                 Haus der Bürger in Remseck-Aldingen

Die Fotoausstellung zeigte hochwertige Aufnahmen aus den Zugwiesen. Im Fokus standen nicht nur die Alltagsvögel, wie Graugänse oder Schwäne, sondern die ganze Bandbreite der über das Jahr vorkommenden Vogelarten. Die Naturfotografen trotzten dabei jedem Wetter. Besonders die Wintergäste wie Bekassine, Vogel des Jahres 2013, oder die Wasserralle finden in den Zugwiesen auch bei strengem Frost einen wichtigen Lebensraum. Nicht zuletzt hat sich der blau schillernde Eisvogel durch den Zugwiesenbachlauf angesiedelt. Neben den großformatigen Vogelfotos wurde auch die neue Fluss- und Uferla1ndschaft am Neckar portraitiert.

Kurzvorträge und Videos

10 Uhr Dr. Rainer Ertel – Das Projekt Zugwiesen

11 Uhr Prof. Dr. Claus König – Der Uhu über den Zugwiesen

12 Uhr Dr. Rainer Ertel – Nilgänse und andere Neozoen

14 Uhr Sabine Beyer – Frühlingsgefühle

15 Uhr Dr. Rainer Ertel – Die „hungrigen Kormorane“


Am 24. September 2017 fand der fünfte Aktionstag "Unser Neckar" des Umweltministeriums statt. Viele Neckarakteure boten vom Neckarursprung bis zur Mündung vielfältige Aktionen für die ganze Familie an.


Ein Veranstaltungsschwerpunkt lag in diesem Jahr in Ludwigsburg an der Schleuse Poppenweiler. Hier fand auch die Preisverleihung des Kurzfilmwettbewerbs statt. Gemeinsam mit der Stadt Ludwigsburg, der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung Stuttgart und der Grünen Nachbarschaft sowie vielen weiteren überwiegend ehrenamtlichen Akteuren, wird die Vielfalt am Neckar aufgezeigt.

 

Die NABU Gruppe Ludwigsburg startete mit der Turmstunde um 10 Uhr am Aussichtsturm. Ab 11 Uhr begann der Aktionstag und auch unsere Fotoausstellung an der Poppenweiler Schleuse mit tollen Fotos aus den Zugwiesen.

Weitere Informationen zum Aktionstag unter dem Umweltministerium


Der Landkreis Ludwigsburg nahm vom 01. Juli bis 21. Juli 2017 am STADTRADELN teil. Unser NABU  Vorsitzender Frank Handel war Teamkaptain für die Radwegeintiative Ludwigsburg.  Nistkästen können beispielsweise bestens mit dem Fahrrad transportiert werden.

 

Allgemeine Informationen über die Radwegeinitiaitve Ludwigsburg unter

 

www.ludwigsburg-besser-unterwegs.de

 

Unter der STADTRADELN Seite konnte sich jeder der im Landkreis Ludwigsburg wohnt, arbeitet oder zur Schule geht anmelden. Bestenfalls für die Radwegeintiative. Wir setzen damit ein Zeichen für mehr Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmminderung.

 

www.STADTRADELN.de


Langer Donnerstag in den Zugwiesen

 

Datum:  Donnerstag, 29. Juni 2017, 20 Uhr, Dauer ca. 1,5 Std.

Treffpunkt:  Poppenweiler Schleuse

Leitung :  Konrad Gaus

 

Die Zugwiesenführung in den Abendstunden ließ das Neckarbiotop in einem anderen Licht erscheinen. (Foto Sabine Beyer)


Jahreshauptversammlung der NABU-Gruppe Ludwigsburg am Montag, den 26. Juni 2017, um 19.00 Uhr im Naturinfozentrum Casa Mellifera, Hungerberg 2 (Marbacher Straße), 71642 Ludwigsburg

Tagesordnung

TOP 1  Begrüßung durch den Vorsitzenden

TOP 2  Bericht über das abgelaufene Jahr 2016

TOP 3  Bericht der Schatzmeisterin über das Ergebnis der Jahresrechnung 2016

TOP 4  Bericht der Kassenprüfer

TOP 5  Aussprache zu den Berichten

TOP 6  Entlastung des Vorstandes

TOP 7  Ausblick für das Jahr 2017 / 2018

TOP 8  Sonstiges


Fotoausstellung „Vogelwelt der Zugwiesen“ im Haus der Bürger, Remseck-Aldingen

 

Am Pfingstwochenende ludt die Stadt Remseck und der NABU-Ornithologe Dr. Rainer Ertel ins Haus der Bürger. Erstmals wurde dort die einzigartige Ausstellung zur Vogelwelt der Zugwiesen des NABU-Ornithologen Dr. Rainer Ertel und vieler weiterer Naturfotografen des NABU Ludwigsburg gezeigt. Die Fotoausstellung zeigt hochwertige Aufnahmen aus den Zugwiesen. Im Fokus stehen nicht nur die Alltagsvögel, wie Graugänse oder Schwäne, sondern die ganze Bandbreite der über das Jahr vorkommenden Vogelarten. Die Naturfotografen trotzten dabei jedem Wetter. Besonders die Wintergäste wie Bekassine, Vogel des Jahres 2013, oder die Wasserralle finden in den Zugwiesen auch bei strengem Frost einen wichtigen Lebensraum. Nicht zuletzt hat sich der blau schillernde Eisvogel durch den Zugwiesenbachlauf angesiedelt. Neben den großformatigen Vogelfotos wurde auch die neue Fluss- und Uferlandschaft am Neckar portraitiert.

 

Naturfreunde konnten sich an der außergewöhnlichen Vernissage erfreuen. Am Samstag eröffnete die Ausstellung um 10 Uhr. Die ersten Besucher konnten sich schon einmal ein Überblick über die Ausstellung machen. Im Anschluss um 11 Uhr führte Rainer Ertel mit einer Präsentation in das Thema „Vogelwelt der Zugwiesen“ ein. Für die etwa 30 Besucher zum Teil verblüffend die Aussage, dass "der Neckar gar kein Fluss mehr sei". Durch die 27 Schleusen ist der "Fluss" in Einzelteile zerhackt, eine Aneinanderreihung von aufgestauten Seen. Deshalb ist der Zugwiesenbach als Fließgewässer so wertvoll. Anschließend sowie an den beiden Tagen stand das für die Beantwortung und zur Diskussion bereit.

Öffnungszeiten:       Samstag, 3 Juni 2017, 10 – 18 Uhr,

                                        11 Uhr Vortrag Dr. Rainer Ertel

                                        Sonntag, 4. Juni 2017, 10 – 16 Uhr

Ausstellungsort:      Haus der Bürger, Neckarstraße 56,

                                       71686 Remseck-Aldingen

Collage:                       Sabine Beyer

Fotos:                           Carolin Zimmerman, Frank Handel, Sabine Beyer


Mit der Naturschutzwartin ins LSG Zipfelbachtal

 

18 Interessierte fanden sich am Samstag trotz drückend heißem Wetter zur Führung des NABU Ludwigsburg ein. Die Remsecker Naturschutzwartin Carolin Zimmermann führte von Poppenweiler hinab ins Landschaftsschutzgebiet (LSG) im Tal des Zipfelbaches. Neben Bedeutung und Zweck eines LSG erfuhren die Teilnehmer viel über die Tier-und Pflanzenwelt des Gebietes. Aber auch dessen Problematik. Ob illegales Parken, freilaufende Hunde außerhalb des Einwirkungsbereichs ihrer Halter, Besucherdruck abseits der Wege, aber auch Umgestaltung von ökologisch wertvollen Streuobstwiesen in Freizeitgrundstücke beeinflussen hier das Gleichgewicht des Naturhaushaltes.

 

Dennoch sind die ungedüngten, mageren Wiesen hier deutlich bunter als anderswo. Am Naturdenkmal Rossberg gibt es Besonderheiten zu entdecken, die im Landkreis nur selten anzutreffen sind: Zwergholunder, Schopfige Traubenhyazinthe, Karthäusernelken und Aufrechtes Fingerkraut. Turm und Heideschnecken, seltene Beilfleckwidderchen - eine Falterart - viele Käfer, Raupen und Wildbienen tummeln sich hier, wo sie noch ausreichend Nahrung finden.

 

Am Rossberg summt und brummt es hörbar. Ein Wendehals ruft, Gartengrasmücke und Gartenrotschwanz singen, Grillen zirpen. Binnen Minuten kann die Naturschutzwartin den Naturfreunden Dutzende Insektenarten zeigen und Pflanzen erläutern. Einen Weg gibt es hier nicht. Dennoch lassen sich die Naturschätze auch gut vom Fuß des trittempfindlichen Naturdenkmals Rossberg aus entdecken.

 

„Seht Ihr dort die schwarzen Raupen an den Brennesseln?“ fragt die Naturschutzwartin und weist auf Dutzende haarige Räupchen. Das werden einmal wunderschöne Tagpfauenaugen.

 

Die Nesseln - für die meisten Gärtner „Unkraut“ - benötigen die Tiere als Nahrung.

 

Gut dass sie hier stehen bleiben dürfen.

 

Weitere Informationen und Fotos unter

 

 

Datum:                            Samstag, 03. Juni 2017, 14 Uhr, Dauer ca. 2 Std.

Leitung und Fotos:    Carolin Zimmermann

 

Oben Wiesensalbei in pink, unten von links, Beilfleckwidderchen, Amseln (vor dem Haus der Bürger), Aufrechtes Fingerkraut


14.05.2017 Aktionstag Natur und Umwelt – erstmals mit Fotoausstellung und Bewirtung

Am Sonntag, den 14. Mai 2017, am Muttertag, lud die Stadt Ludwigsburg und der Naturschutzbund (NABU) Ludwigsburg ins Naturinfozentrum „Casa Mellifera“ zu einem Vogelaktionstag ein. Erstmals wurde dort die einzigartige Ausstellung zur Vogelwelt der Zugwiesen des NABU-Ornithologen Rainer Ertel und vieler weiterer Naturfotografen des NABU Ludwigsburg gezeigt.


Familien konnten Nisthilfen zimmern. Im Angebot waren Meisenkästen und Halbhöhlen für diverse Vogelarten, wie Meisen, Kleiber oder Rotschwänze sowie Fledermauskästen, die insbesondere Zwergfledermäusen als Sommerquartier dienen. Die vorgefertigten Bausätze konnten von Kindern zusammengebaut werden. Für Kinder gab es zudem ein Quiz rund um den Grünspecht, dessen lachende Rufe man auf den Wiesen um die Casa oft zu hören bekommt. Kinder, die am Agenda-Diplom teilnehmen, bekamen einen Sticker, wenn sie einen Nistkasten bauen oder das Grünspecht-Quiz lösen.

Ebenfalls neu war, dass die Besucher des Aktionstages Kaffee und hausgebackenen Kuchen genießen konnten. Die Bewirtung übernahm die Familie Gehring vom Freundeskreis Casa Mellifera.

Diese Nistkästen standen beim Aktionstag Natur- und Umwelt zur Auswahl:

- Nistkasten für Meisen, Sperlinge, Kleiber, Rotschwanz, Trauerschnäpper (links)

- Halbhöhle für Rotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper, Rotkehlchen, Zaunkönig, Amsel (mitte)

- Fledermauskasten für Zwergfeldermäuse (rechts)


14.05.2017 Vogelkundliche Führung in den Zugwiesen

Die Zugwiesenführung führte uns wieder entlang des Zugwiesenbaches, vorbei an den Amphibiengewässern bis zu den Seen rund um den Aussichtsturm. Mit dem Spektiv hatten wir gute Sicht auf einige seltene  Vögel. Mit der normalen Kamera gelingen die Aufnahmen der Graugänse (rechts oben) noch recht gut. Beim Blässhuhn (links unten) muss das Tele schon mal ausfahren. Beim Eisvogel (rechts unten) wird das Foto schon zum Suchbild. Mit dem Spektiv war aber alles kein Problem. Außer, der Vogel zieht es vor mal eben den Platz zu wechseln.


23.04.2017 Zugwiesen. Die dritte NABU-Veranstaltung führte uns wieder zu den uns bekannten Zugwiesen. Mit 15 Teilnehmern und guten Beobachtungen von Grünschenkel, Uhu mit 4 Jungen, Wanderfalke, Rohrammer, Dorngrasmücke, Bekassine, Schwarzmilan und mind. 7 quietschgelben Schafstelzen eine schöne Führung.

Fotos: Sabine Beyer (zum Vergrößern anklicken)


02.04.2017 Frühling im Auwald der Rems. Die zweite NABU-Veranstaltung führte uns an die Rems. Der Schwerpunkt lag diesmal mehr auf die unerkannten bzw. unbekannten Lebewesen und Pflanzen am Wegesrand. Im Fokus standen beispielsweise Schnecken, Pilze, Flechten und Pflanzen die derzeit blühen.

Fotos: Sabine Beyer (zum Vergrößern anklicken)


26.03.2017 Zugvögel in den Zugwiesen. Wir starten das NABU-Programm 2017 mit einer vogelkundlichen Führung in den Zugwiesen. An diesem Sonntag startet auch das neue Team unserer Vogelkundler. Rainer Ertel wurde tatkräftig von Carolin Zimmermann und Konrad Gaus unterstützt, die jeweils mit einem Spektiv ausgerüstet immer wieder auch entfernete Vögel eingestellt haben. 

Fotos: Sabine Beyer (zum Vergrößern anklicken)


Veranstaltungen im Jahr 2016


19.11.2016 Landesvertreterversammlung (LVV) des NABU Landesverbandes BW

Die diesjährige LVV in Stuttgart stand ganz im Zeichen der Wahl des zukünftigen Landesvorsitzenden. Mit Johannes Enssle und Sebastian Olschewski standen zwei sehr gute Bewerber zur Wahl. Diese konnte Johannes Enssle dann doch deutlich für sich verbuchen. Glückwunsch aus Ludwigsburg.


12.11.2016 Pflegeaktion Zugwiesen. Wir haben dieses Jahr den mittlerweile dritten ehrenamtlichen Pflegeeinsatz im Neckarbiotop Zugwiesen durchgeführt. Die Helferinnen und Helfer, welche sich bei kühler aber sonniger Witterung am Neckarbiotop getroffen hatten, befreiten einige Uferbereiche von Hand vom Bewuchs. Die mühevolle Arbeit war nötig, denn 2016 zeigte sich durch das Zuviel an Bewuchs bereits ein Rückgang beobachteter rastender Zugvögel. Es wurden potentielle Rastplätze für Bekassine und Fluss-Uferläufer geschaffen.


05.11.2016 Pflegeaktion Biotop Im Riedle. Trotz schlechter Wetterprognose trafen sich einige  ehrenamtliche Helfer bei der Jugendfarm um das Biotop und den Rigolen von wild wuchernden Brombeeren zu befreien und einige Sträucher auszudünnen. Um den drohenden Regen zu umgehen legten die Helfer auch gleich los. Bis zum geplanten Mittagessen in den Räumen der Jugendfarm waren die Arbeiten erfolgreich beendet. Bei ausgelassender Stimmung war dann auch der beginnende Regen mehr als Nebensache.


30. Juni 2016 Langer Donnerstag in den Zugwiesen. Der Dachs lies sich zwar wieder nicht blicken, dafür konnten zahlreiche Vogelarten gesichtet werden. Beispielsweise die Goldammer (Bild oben links), fast immer anzutreffen, oder zwei Höckergänse (rechts daneben), wohl gerade zu Besuch in den Zugwiesen. Diesmal inklusive: tolle farbenprächtige Abenstimmung in den Zugwiesen.


28. Juni 2016 Jahreshauptversammlung NABU Gruppe Ludwigsburg

Ergebnis der Wahlen: Der gesamte Vorstand macht weiter und wurde einstimmig wiedergewählt.


05. Juni 2016 Tag der offenen Casa Mellifera

Mit Naturerlebnisprogramm, Hocketse und Greifvogelschau der Falknerei Garuda.


05. Juni 2016 Vogelkonzert am Monrepos.

Vogelkundlicher Rundwanderung um den Monrepossee.


24. April 2016 Zugwiesenführung


10. April 2016 Nistkastenbau / Vogelkunde.

Aktionstag der Umweltakademie Baden-Württemberg. Erich Ludwig von der Seniorenbegegnungsstätte war mit seinen Bausätzen beim Naturinfozentrum am Hungerberg.