Aktuelle Meldungen


Allee zwischen Berliner Platz und Jahn-Stadion
Allee zwischen Berliner Platz und Jahn-Stadion

Herbst in Ludwigsburg ?

 

"Nein, nur der Klimawandel ... ach so, hatte schon Angst der Sommer sei vorbei."

 

01.08.2018 - So sollte die Reaktion auf den "Jahrhundertsommer" nicht ausfallen. Im Jahr 2003 hatten wir schon einmal so einen trockenen Sommer. Damals bedeutet dies das Ende vieler Stadtbäume. Wärmeliebende Baumarten werden mittlerweile bevorzugt angepflanzt. Die Stadt Ludwigsburg stellt sich mit einer Anpassungsstrategie auf die "Globale Erwärmung", wie es richtig heißen soll, ein. Der Klimawandel ist nur eine Folge der Globalen Erwärmung. Weitere sind mindesten genauso dramatisch. So steigt der Meeresspiegel unaufhaltsam und das Meer versauert immer mehr. Menschen in den Küstenstädten und die Korallen im Meer sind gefährdet.

 

Wie reagieren wir darauf? Am besten ist es soviel CO² einzusparen wie es nur irgendwie geht.


Bäume statt Autos

18. Juli 2018 - Der Klimawandel ist nur "eine" Folge der Globalen Erwärmung. Diese wird verursacht durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Auch bei uns im Süd-Westen kommt das Klima außer Tritt. Die Überhitzungen in Innenstädten und dicht bebauten Gebieten werden im Sommer immer häufiger. Neue Begrünungen und der Aufbruch von Versiegelung sind Maßnahmen, die die Erwärmung dämpfen können. Grün- und Freiflächen leisten einen wichtigen Beitrag, das Leben in urbanen Ballungszentren attraktiver zu gestalten. Steigt die Attraktivität, dann wird auch die Innenstadt Ludwigsburgs belebt. Der Marktplatz ist das beste Beispiel. Früher mit Autos vollgeparkt, erfreuen sich nun Bürger und Besucher am schönen Ambiente. Ob Walkerpark oder Arsenalplatz, attraktive belebte Flächen entstehen eben nur, wenn die PKW-Abstellplätze verlegt werden. Statt Parksuchverkehr oder Poser mit aufgemotzten Autos, die ständig im Kreis fahren, sollen nun Grünflächen mit (Arsenal)Brunnen, Blumen und Bäumen entstehen.


Plastik im Meer beeunruhigt Deutsche

07.07.2018 - "Müll am Strand, Müll im Wasser, Müll im Bauch von Walen" so beginnt der Artikel der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 7ten Juli 2018. Einer Studie zufolge sehen nahezu alle Deutschen (96 Prozent) ein Problem mit dem Plastikmüll. Das Thema ist natürlich nicht neu - nun ist die Zeit aber reif sich gezielt gegen das Plastik zu entscheiden. Der NABU Bundesverband hat dazu Informationen zusammengesellt.

www.nabu.de

Die NABU Gruppe Ludwigsburg, schon bei Verabschiedung der Plastiktüte aus den Supermärkten Ludwigsburgs beteiligt, wird das Thema gezielt für Ludwigsburg aufbereiten. Dazu der Vorsitzende Frank Handel: "Nicht nur das sichtbare Platik muss reduziert werden, auch das Mikroplastik in Kosmetika und die Abriebe aus der Kunststoffbekeidung müssen deutlich eingeschränkt werden." Die NABU Gruppe hat deshalb den "Fairen Ludwig" erfunden, der sich nur noch ökologisch vorbildlich verhält. Infos unter

"my fair Ludwig"


NABU-Anfrage an Biogasanbieter 

Bis zum Jahr 2040 muss sich Deutschland von den fossilen Energieträgern verabschiedet haben. Die derzeitigen Wetterkapriolen sind nur ein erster Vorgeschmack auf das was uns in ein paar Jahren in immer stärkeren Ausmaßen trifft. Die Starkregen mit ihren verheerenden Folgen sind dabei erst der Anfang. Der NABU Ludwigsburg hat deshalb zwei namhafte Anbieter von Biogasprodukten angeschrieben und ein Konzept für den fossilen Ausstieg bis zum Jahr 2040 angefragt. Die Einspeisung reicht von derzeit einem Prozent bis zu starren 10 bzw. 20 Prozent. In 22 Jahren müssen diese Produkte aber garantiert 100 Prozent CO2-frei sein. Wie sieht das Konzept dazu aus? Wir sind gespannt auf die Antwort. 


Neonik-Freilandverbot ist Sieg der Vernunft vor dem Kommerz 

 

Das Freilandverbot gilt für die Neonikotinoid-Wirkstoffe Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid.

 

27. April 2018 – NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle zum Freilandverbot für die Neonikotinoid-Wirkstoffe Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid: „Endlich hat die Politik verstanden, dass die Gesundheit von Mensch und Tier nicht verhandelbar ist. Das Freilandverbot ist ein Sieg der Vernunft vor dem Kommerz. Zum Jubeln ist es aber noch zu früh. Jetzt müssen zügig auch die anderen Neonikotinoide und ähnlich umwelttoxisch wirkende Insektizide vom Markt. Die Landesregierung kann und muss mit anpacken und ein ambitioniertes Pestizidreduktionsprogramm noch in diesem Jahr auf den Weg bringen.“

 

Zur Mitteilung des NABU Landesverbandes Baden-Würtemberg 

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2018/april/24332.html


Kurzmeldung 

Am 06.03.2018 wurden in der Alleenstraße bereits über 100.000 Radfahrer gezählt. 


Fahrradstraße bricht alle Rekorde  

In der Alleenstraße wurde am 21. Dezember 2017 die erste Fahrradzählsäule in Ludwigsburg eingeweiht. Schon nach wenigen Tagen konnten fast 6.000 Radfahrer gezählt werden, obwohl sich die Schülerinnen und Schüler bereits in den Weihnachtsferien befanden. Nach den ersten zehn Zähltagen im letzten Jahr war klar, dass die Daten des ersten kompletten Monats wohl eine große Überraschung werden könnten. Als dann das Datum von Januar auf Februar umsprang wurde der überragende Erfolg sichtbar. 

 

Fast 50.000 Radfahrer in nur einem Monat (1) 

 

Damit schlägt Ludwigsburg die viel befahrene König-Karls-Brücke in Stuttgart. Im gleichen Zeitraum konnten dort nur knapp über 40.000 Radler gezählt werden. (2) Dies kann sicherlich auch als Erfolg der ersten Fahrradstraße in Ludwigsburg gewertet werden. Seit der Umwandlung der Alleenstraße in eine solche Fahrradstraße, ist diese vom motorisierten Individualverkehr wesentlich befreit. Für die Kinder und Jugendliche, die sich rund um den Schulcampus mit oder ohne Fahrrad bewegen, ist die Alleenstraße damit wesentlich sicherer geworden. 

 

Eine Million Radfahrer im Jahr 2018 sind möglich

 

Das hohe Radfahreraufkommen belegt aber auch den großen Pendlerstrom vom und zum Bahnhof. Dieser wird in den nächsten Jahren weiter steigen, denn der Bahnhof bekommt einen weiteren Baustein und wird somit immer mehr zur Mobilitätsdrehscheibe. Das Regio-Rad, ein regionales Rad- und Pedelecverleihsystem, wird neben 20 weiteren Kommunen auch in Ludwigsburg eingerichtet. Ausleihen und Abgeben ist damit an vielen unterschiedlichen Stationen möglich. Der Radverkehr wird weiter zunehmen, soviel steht fest. Neben den Planungen der Hauptradrouten muss auch die Alleenstraße und Friedrich-Ebert-Straße als zentrale Radachse weiter ausgebaut werden. Nach unseren vorläufigen Schätzungen werden dort im Jahr 2018 wohl über eine Million Radfahrer fahren.

 

CO2 ist Gift für unser Klima

 

Bei der Diskussion über Maßnahmen zur Radverkehrsförderung darf nicht vergessen werden: Im Nacken der Energie- und Mobilitätsüberlegungen hängt seit Jahren die Globale Erwärmung. Ihre Auswirkungen, die Klimaveränderungen, die Zunahme an Intensität von Stürmen und Starkregenereignissen, die Eisschmelze an Gletschern und Polarkappen, die Meeresversauerung mit dem Korallensterben und der Meeresspiegelanstieg verändern unsere Welt auf dramatische Weise. 

 

CO2-freie Mobilität fördern

 

Wer also mit dem Fahrrad zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen fährt schützt das Klima auf eine einfache und kostengünstige Art. Nebenbei stärkt das Radfahren sogar die Gesundheit und den lokalen Einzelhandel. Wir appellieren an die Lokalpolitik das Ruder schnellstmöglich herumzureißen um die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Mobilität zu schaffen.

 

(1) 49.073 Radfahrer am 31.01.2018 um 23.59 Uhr

(2) 40.018 Radfahrer vom 1.1. bis 1.2.2018, http://www.eco-public.com/ParcPublic/?id=607

 


Gute Vorsätze für das neue Jahr ? 

 

Der NABU Ludwigsburg mit einer kleinen Auswahl  

 

Nachdem wir zum Jahreswechsel schon auf Böller und Raketen verzichtet haben, wollen wir es wenigstens das Jahr über bunt haben - im Garten und auf dem Balkon. Am besten sind Pflanzen für Hummeln und Bienen, denn damit leisten wir einen kleinen Beitrag gegen das Insektensterben. 

 

Keinen Großeinkauf geplant? Dann doch mal zu Fuß zum Einkaufen in die Innenstadt. Bewegung tut ja bekanntlich gut und im Städtle gibt es tolle Läden, die beispielsweise ökologisch nachhaltige und faire produzierte Klamotten verkaufen. Infos unter dem NABU Projekt MY FA!R LUDW!G

 

Nachdem letztes Jahr die ersten Supermärkte auf die Plastiktüte verzichteten (wir berichteten unter "Aktuelle Meldungen"), wollen wir jetzt unseren Plastik(verpackungs)müll reduzieren. Da hilft auf alle Fälle erst einmal eine Bestandsaufnahme. Was ist denn wie eingepackt und wieviel fällt von der einen bis zur nächsten Leerung an? Wichtig ist, ein Produkt nach dem anderen umstellen, denn es ist gar nicht so einfach. Joghurt aus dem Mehrwegglas ist dabei noch der einfachste Einstieg beim (Plastik)ausstieg. Schon probiert? 


Fahrradzählsäule in der Alleenstraße 

In der Alleenstraße wurde am 21. Dezember 2017 die erste Fahrradzählsäule in Ludwigsburg eingeweiht. Schon nach wenigen Tagen konnten fast 6.000 Radfahrer gezählt werden. Und dass, obwohl sich die Schülerinnen und Schüler bereits in die verdienten Weihnachtsferien verabschiedet hatten. Seit der Umwandlung der Alleenstraße in eine Fahrradstraße ist diese vom motorisierten Individualverkehr wesentlich befreit. Gut für die Kinder und Jugendliche, mit oder ohne Fahrrad. 


Torschlusspanik bei Agrarminister Schmidt? 

„Ja“ zu fünf weiteren Jahren Glyphosat sorgt für Empörung

 Da das Agrar- und das Umweltministerium uneinig sind, hat sich Deutschland bei EU-Diskussionen zum Pestizid Glyphosat immer enthalten. Nun stimmte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) im Alleingang überraschend für eine Zulassungsverlängerung um fünf Jahre.

 

... weiterlesen auf der Seite www.nabu.de


Dreharbeiten in den Zugwiesen 

Dreharbeiten des SWR für das beliebte Sendeformat FAHR MAL HIN fanden am 9.11.17 in den Zugwiesen statt. Trotz bedecktem Himmel und gelegentlichem Nieselregen gelang es den Zugwiesen-Beobachtern Sabine Beyer, Carolin Zimmermann & Dr. Rainer Ertel dem Fersehteam einige Arten vor die Linse zu bringen.

Neben Tafel- & Reiherenten, Gänsesäger, Eisvogel & Lachmöwen ließen sich auch eine Bernsteinschnecke , einer der hübschen blau-grün schillernden Blattkäfer und die Raupe eines Eulenfalters namens Schwarzes C filmen.

 

Im Interview mit Christian Hattesen , welcher beim SWR auch für das neue Sendeformat NATÜRLICH verantwortlich zeichnet, erzählten die 3 Remsecker was für sie der Anreiz ist, immer wieder in die Zugwiesen zu kommen.

 

So ist der studierte Zoologe Rainer Ertel seit seiner Jugend passionierter Vogelbeobachter, gar im sogenannten CLUB 300 der Ornis ( Hobby-Ornithologen) mit über 300 beobachteten Arten in Deutschland und über 4700 weltweit. Außerdem hat er Bücher über die Vogelwelt Afrikas geschrieben, aber auch das regional bekannte VÖGEL VON REMSECK. Jetzt arbeitet er mit CarolinZimmermann an einem Buch über die Natur von Remseck. In die Zugwiesen kommt er seit 5 Jahren fast täglich.

Sabine Beyer dagegen ist von den 3 befreundeten Zugwiesen-Fans mit 84 zwar die älteste, doch spannenderweise die unerfahrenste. Seitdem sie vor ein paar Jahren auf einer Nachtigallen-Führung des NABU von Carolin Zimmermann  teilgenommen habe, sei sie interessiert an der Vogelbeobachtung, berichtet sie. Inzwischen ist sie mehrmals pro Woche in den Zugwiesen, beobachtet , fotografiert & filmt und freut sich über die vielen netten Kontakte zu anderen Naturbeobachtern.

 

Carolin Zimmermann ; von Kindheit an naturinteressierte Hobby-Ornithologin engagiert sich im NABU als Naturführerin, Naturschutzwartin, betreibt Artenkartierung & fertigt Naturillustrationen an.

Das Gebiet sei zu jeder Jahreszeit spannend. Als passionierte “Naturguckerin” komme sie aber nie weit voran, lacht sie, da sie schon nach drei Metern irgendwo hängen bliebe um einen Pilz, ein Moos oder ein Krabbeltier zu untersuchen. Ihre Fotos und Beobachtungen dokumentiert sie dann auf der Homepage des Internet-Netzwerkes www.naturgucker.de ,wo Jede/r , ob Laie oder Profi mitmachen kann. Das mache unheimlich Spaß - und sammele zugleich wichtige wissenschaftliche Daten.

 

Wie sehr den Dreien die Zugwiesen ans Herz gewachsen sind, zeigt ihr Engagement bei der Pflege des Areals. Gemeinsam mit weiteren Aktiven des NABU LB und dem Grünflächenamt der Stadt LB planen sie Pflegeeinsätze und führen diese gemeinsam durch. Ohne Auslichtungsmaßnahmen und Rückschnitt, oder das Beweiden mit Rindern würde das Gebiet schnell zu wachsen. Die Dynamik eines wilden Flusses mit Frühjahrshochwässern oder Stürmen muss vom Mensch simuliert werden. Die kanalisierte Bundeswasserstraße Neckar kann dies nicht mehr leisten. So verhindern die 27 Schleusen entlang des Neckars , dass der Fluss wie früher Kies oder Schlamm transportiert und ihn an immer wieder neuen Stellen ablagert. Es fehlen die temporären Tümpel, Kiesbänke und an Kleinstlebewesen reichen Schlickflächen. Genau diese  aber benötigen Rote-Liste-Arten wie die Wechselkröte oder der Flussregenpfeifer.

So begrüßen die Naturschützer die Möglichkeit, sich gemeinsam mit der Stadt LB am "Runden Tisch Zugwiesen" aus zu tauschen, damit es im Ökovorzeigeprojekt am Neckar weiterhin spannend bleibt.

 

Der Sendetermin der FAHR MAL HIN Folge steht noch nicht fest und kann durchaus noch einige Monate in der Zukunft liegen. Wir werden vor der Erstausstrahlung auf der NABU Homepage rechtzeitig darauf hin weisen. 


Eilmeldung - Marbacher Straße wird umgebaut

 

Kommentar Frank Handel, Vorsitzender NABU Ludwigsburg:

"Die Fahrradroute an der Marbacher Straße wird nun umgesetzt. Am Mittwoch,  12. Juli 2017, stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für die Umweltmaßmahme, die ja bereits im Grundsatz beschlossen wurde. Damit ist es möglich, dass Ludwigsburg seine eigenen Ziele erreichen kann. Dazu gehören neben den Bestrebungen das Klima zu schützen, die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes durch weniger Abgase und Lärm sowie die Fahrrad-Anbindung der Stadtteile untereinander und mit der Innenstadt. Die Bewohner der Marbacher Straße dürfen zukünftig endlich durchatmen und auch sicherer mit dem Fahrrad fahren. Bei der Aussprache im Gemeinderat war jedoch sehr erschreckend, dass bei den Radfahrgegnern die Gesundheit der Anwohner keine Rolle spielte. Glücklicherweise wurden die Bürgergegner Klaus Herrmann (CDU), Andreas Rothacker (Freie Wähler) und Elga Burkhardt (Lubu) überstimmt. Ein großes Lob geht an die Stadtverwaltung Ludwigsburg, die alle Aspekte der Planung intensiv geprüft hatten, sowie an die Gemeinderatsmitglieder von Grüne, SPD, FDP, ÖkoLinX und Einzelstadtrat Harald Lettrari. Die Zukunft wird zeigen, dass es ein richtiger und wichtiger Beschluss war." 


STADTRADELN startet                                                                         20.06.2017

Der Landkreis Ludwigburg nimmt vom 01. Juli bis 21. Juli 2017 beim Wettbewerb STADTRADELN - einem Städte- und Teamvergleich um gefahrenen Rad-Kilometer - teil.  Unser NABU Vorsitzender Frank Handel ist Teamkaptain für die Radwegeintiative Ludwigsburg. Weiter Infos unter der Seite STADTRADELN


Eilmeldung - LUBU lehnt Radverkehrsfördung ab                     05.06.2017

 

Bauausschussmitglied Elga Burkhardt (LUBU) macht mit den Bauauschussmitgliedern von CDU und Freien Wähler gemeinsame Sache.

 

Sie versuchen mit einem Provisorium die Radverkehrsmaßnahme an der Marbacher Straße zu verhindern.

 

Der NABU hat sich eindeutig  zu der Planung der Stadt Ludwigsburg bekannt.

(siehe untenstehnde Mitteilung)

 

Jetzt der Nackenschlag des neuen Bündnisses von LUBU, CDU und Freien Wählern. 

 

"Wir sind entsezt", so der NABU Vorsitzende Frank Handel.

 

"Das müssen wir erst einemal verdauen", so seine Reaktion. Und weiter teilt er mit: "So können wir das nicht stehen lassen, diese Personen haben alle Wahlversprechen gegeben, die sie anscheinend niemals umsetzen wollten."

 


NABU: "Verkehrskonzept Marbacher Straße gut durchdacht "                     23.05.2017

Am 01. Juni 2017 findet die Vorberatung zum Bau- und Vergabebeschluss im Bauausschuss der Stadt Ludwigsburg statt. Der NABU hat die Planung bereits im Laufe des Planungsprozesses begutachtet. Die Planung ist gut durchdacht und bringt vor allem für die Anwohner eine deutliche Lärmminderung.

 

Der Stadtverwaltung gelingt mit der Neugestaltung der Marbacher Straße der große Wurf und ein Schritt in die eigene Zukunft. Die strategischen Ziele des Stadtentwicklungskonzeptes (SEK) werden mit dem Gemeinderatsbeschluss zur Marbacher Straße nun sukzessive umgesetzt. Das SEK, im Jahre 2006 vom Gemeinderat beschlossen und im Jahr 2015 aktualisiert (1), sieht vor, dass Radwege die Stadtteile untereinander und mit der Kernstadt verbinden (2). Der Individualverkehr soll mit einer attraktiven Angebotsplanung für den Fuß- und Radverkehr auf diese umweltfreundlichen Alternativen verlagert werden und die verkehrsbedingen Umweltbelastungen so absenken (3).

 

Stadtteilverbindung für alle Radfahrer

 

Die Stadtteilverbindung mit der Innenstadt wird nun für Neckarweihingen, das am Neckar liegende Hoheneck sowie weitere wichtige Naherholungsziele wie beispielsweise die Uferwiesen, Anlegestelle, Freibad und Zugwiesen realisiert. Die Standards einer Hauptradroute werden mit der bestehenden Beleuchtung und den regelmäßigen Kehr- und Räumdiensten quasi zum Nulltarif umgesetzt. Die direkte Wegeführung bei einer moderaten Steigung sowie eine gute Einsehbarkeit garantieren die Akzeptanz dieser Route.

 

Lärmminderung und Sicherheit für die Anwohner

 

Doch die Planer vereinen noch mehr Aspekte, denn neben einer attraktiveren Gestaltung sind große Vorteile auch für die Anwohner zu erwarten. Zwei statt vier Pkwspuren bedeutet eine Lärmminderung von etwa 3 dB und ein wesentlich sicheres Aus- und Einfädeln.

 

Leistungsfähigkeit verändert sich nicht

 

Die Befürchtungen, dass die Leistungsfähigkeit der Marbacher Straße eingeschränkt wird sind unbegründet. Die Busbeschleunigungspur hat den Verkehr stadteinwärts schon jetzt auf eine Fahrbahn verengt, eine längere Einspurigkeit hat somit keine Auswirkungen.

 

(1) BESCHLUSSVORLAGE VORL.NR. 262/15

(2) Anlage 1 zur Vorlage 262/2015, Themenfeld 4: Vitale Stadtteile

(3) Anlage 1 zur Vorlage 262/2015, Themenfeld 8: Mobilität


Penny schafft die Plastiktüte ab                                                                                13. April 2017

Am 13ten April 2017 rollte bei einem Pressetermin symbolisch die letzte Plastiktüte über den Landentisch.  Untenstehend die original Penny Pressemittelung.

 

Abschaffung der Plastiktüte: Discounter belohnt Umstieg auf die Mehrwegtragetasche
Um Plastikmüll zu reduzieren, geht der Discounter PENNY auch in dem PENNY-Markt in Ludwigsburg-Ossweil, Friesenstraße 32 neue Wege: Er schafft dort nicht nur die Plastiktüten ab, sondern belohnt seine Kunden mit einer neuen umweltfreundlicheren Mehrwegtragetasche aus Recyclingmaterial. Pro Einkauf mit dieser Günter Kastenfrosch Sonderedition gibt es einen Rabatt von zehn Cent (ausgenommen Tabakwaren, Verlagserzeugnisse sowie Geschenk- und Gutha-benkarten) und das Unternehmen spendet die gleiche Summe an gemeinnützige Institutionen und Vereine.
„Ich freue mich, dass PENNY sich für die Reduzierung des Plastikmülls und damit für Umweltschutz und Nachhaltigkeit entschieden hat. Das Unternehmen zeigt den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur Alternativen zur Plastiktüte auf, sondern schafft darüber hinaus ein Anreizsystem für die Verwendung von Mehrwegtragetaschen und geht mit gutem Beispiel voran“, so Konrad Seigfried, Erster Bürgermeister der Stadt Ludwigsburg. In einem Berliner PENNY-Markt Mitte Februar lobten auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke und Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen die bundesweite Initiative des Discounters.
„In allen 2.150 PENNY-Märkten deutschlandweit verkauften wir bisher pro Jahr 62 Millionen Plastiktüten. Das ist nun Vergangenheit“, sagte Jan Stegmann, Bezirksleitung PENNY. „Nun wollen wir unsere Kunden gezielt ermuntern, die besonders umweltfreundliche Mehrwegtragetasche aus Recyclingmaterial zu nutzen. So wird jeder – im wahrsten Sinne des Wortes – zum Träger des Umdenkens beim Einkaufen“.
Mit dem Ende der Plastiktüten können PENNY-Kunden nun zwischen der PENNY Papiertragetasche (Verkaufspreis: 0,10 €), der PENNY Mehrwegtragetasche (Verkaufspreis: 0,99 €) und der PENNY Baumwolltragetasche (Verkaufspreis: 1,49 €) wählen. Bereits am 7. Dezember 2016 hatte der Discounter den Bezug von Plastiktüten gestoppt, damit lediglich die bereits produzierten Plastiktüten noch abverkauft werden. Je nach Lagerbestand des jeweiligen Marktes wird dies in den kommenden Wochen der Fall sein.

 

(Foto v.l.: Katja Nguyen Thanh, Initiatorin der Agendagruppe „Ludwigsburg packt neu ein!“, Jan Stegmann, Bezirksleitung PENNY, Konrad Seigfried, Erster Bürgermeister der Stadt Ludwigsburg sowie Frank Handel, Vorsitzender der NABU-Gruppe Ludwigsburg )


Weißt du wo die Vögel sind?                                                                                          20.03.2017

In den vergangenen 50 Jahren hat es an den Futterstellen für die Winterfütterung noch nie so wenig gefiederte Gäste gegeben wie im vergangenen Winter. Die Mitarbeiter des NABU werden immer wieder gefragt, ob diese Beobachtungen auch andere Naturfreunde gemacht haben und worauf dieser massive Verlust zurückzuführen ist. Ohne Zweifel ist der Rückgang der Vogelscharen an den Futterstellen keine lokale Besonderheit, sondern überregional in vielen Gegenden Baden-Württembergs unübersehbar.

 

Woran liegt das? Die Gründe sind vielfältig. Der Bedarf naturnaher Flächen für Bauplätze und Straßenbau ist sicherlich ein Grund. Und da viele Gäste an unseren Futterstellen aus dem Norden und Osten Europas zu uns kommen, darf man annehmen, dass manche Gründe für den Schwund in der Vogelwelt nicht in Baden-Württemberg zu suchen sind. Aber auch bei uns haben sich die Lebensgrundlagen für viele Tierarten massiv verschlechtert. Noch vor wenigen Jahrzehnten klebten an der Windschutzscheibe nach einer einstündigen Autobahnfahrt viele Insektenleichen. Davon ist heute kaum noch etwas zu sehen. Wer das für erfreulich hält, muss wissen, dass fast all unsere Kleinvögel ihre Jungen mit Insekten aufziehen: Meisen, Finken, Sperlinge, Ammern, Baumläufer, Drosseln, Grasmücken, Rohr- und Laubsänger.

 

Das Vorkommen von Insekten hat seit Jahrzehnten dramatisch abgenommen. In Nordrheinwestfalen hat man seit über 25 Jahren Kontrollfänge an 88 Stellen durchgeführt. Dabei hat man einen Rückgang von 80 Prozent der Fluginsekten festgestellt: Bienen, Hummeln, Fliegen, Käfer und Schmetterlinge. Na und, könnte man fragen. Was ist schlimm, wenn wir diese "Plagegeister" los sind? Die Folgen sind unabsehbar, denn die Fluginsekten sind zunächst für die Bestäubung von Blumen und Bäumen verantwortlich. Das Sterben von Bienen und Hummeln vermindert die Bildung von Samen und Früchten. Fliegen, Käfer und Schmetterlinge sind fast alle Blütenbesucher. Die langfristigen Folgen könnten katastrophal sein. Viele Vorgänge in der Natur sind ganz erheblich aus dem Gleichgewicht geraten.

 

Etwa 60 Prozent der Fläche im Kreis Ludwigsburg wird landwirtschaftlich genutzt. Das bedeutet, dass diese Flächen mehrfach im Jahr bearbeitet werden und dadurch die Entwicklung vieler Insektenarten wenigstens behindert wird. Durch den Einsatz chemischer Substanzen unterschiedlichster Art werden zunächst die für die Landwirtschaft schädlichen Insekten getroffen. Viele andere für die Landwirtschaft unbedeutende Insekten trifft der Einsatz von Pestiziden aber auch. Bunte Blumenwiesen mit Bienen, Hummeln, Schmetterlingen, Heuschrecken und Käfern gibt es fast nur noch in Naturschutzgebieten. Für die Erhaltung des Gleichgewichtes in der Natur ist das aber offensichtlich viel zu wenig. Stattdessen muss etwa der Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft ausnahmslos verboten werden. Die katastrophale Wirkung auf Bienen ist wissenschaftlich belegt. Und da diese Gifte sehr langlebig sind, hält ihre zerstörerische Wirkung auch nach einem Verbot weiter an. Zusätzlich muss der ökologische Landbau stärker gefördert werden, damit es "giftfreie Oasen" auf den landwirtschaftlichen Flächen gibt.

 

Den dramatischen Verlust vieler Insektenarten nimmt der Laie kaum wahr. Allein die Entomologen - Wissenschaftler, die sich mit Insekten beschäftigen - machen uns auf das katastrophale Insektensterben aufmerksam. Den Rückgang der Vögel an unseren Futterstellen bemerkt aber auch der Naturfreund ohne spezielle Fachkenntnisse. Die Vögel machen uns als "Warnlampen" der Natur auf schwerwiegende Veränderungen aufmerksam.

 

Wenn die Vergiftung der Natur nicht gestoppt wird, werden viele Pflanzen durch den Mangel an Blütenbestäubern kaum noch Früchte und Samen bilden können. Die Schäden für die Landwirtschaft werden schwerwiegend sein. Und unsere Enkel werden die Vogelschwärme an unseren Futterhäuschen nur noch aus Erzählungen kennenlernen.

Kohlmeise mit Raupe (Foto: Jürgen Duchert), Schneesperling mit Insekten (Foto: Rainer Ertel), Zaunkönig mit Hummelschweber (Foto: Jürgen Duchert)


Das Zugwiesen-Gerinne: Ein Refugium bei strengem Frost                          28.01.2017

Wasservögel haben bei strengem Frost schwierige Zeiten zu überstehen. Der Eispanzer auf Seen, Teichen und langsam fließenden Gewässern schneidet sie von ihren Nahrungsquellen ab. Das galt in den letzten Wochen auch für den Neckar, weil die für die Schifffahrt befestigten Ufer keine Schlickränder mit kleinen Beutetieren anbieten.

 

In solchen Zeiten bildet das Umgehungsgerinne am Rande der Zugwiesen ein wichtiges Refugium für seltene, auf Feuchtgebiete angewiesene Vogelarten.

 

Das schnell fließende Gerinne friert auch bei 10 Grad unter null nicht zu. So haben die hier überwinternden Altvögel unter den Eisvögeln immer noch die Möglichkeit Fischchen und Kleintiere zu erbeuten.

 

Als Rarität überwintert dort wohl erstmals in Ludwigsburg auch eine Wasserralle. Sie ist mit dem Bläßhuhn und dem Teichhuhn verwandt, die man auch Bläßralle und Teichralle nennen kann. Allerdings ist die Wasserralle ein scheuer und recht seltener Vogel, den man im Raum Ludwigsburg nur mit Glück zu Gesicht bekommt.

 

Als weitere Seltenheiten waren am Rand des Gerinnes in den letzten Tagen auch Spieß-, Schnatter- und Krickenten auf kurze Distanz zu beobachten. Sonst sieht man sie meistens nur auf große Entfernung.

 

Jetzt ist es wichtig, dass die Tiere nicht beunruhigt werden, da es außer am Zugwiesenbach kaum mehr eisfreie Stellen gibt, wohin die Vögel ausweichen könnten. Die besten Chancen auf interessante Beobachtungen hat der, der auf den Wegen bleibt und sich ruhig verhält, denn das sind die Vögel gewohnt. Hunde sollten unbedingt - wie es ohnehin vorgesehen ist - an der Leine bleiben.

Die Bekassine, der Vogel des Jahres 2013 (Bild links / Foto: Konrad Gaus), benötigt einen weichen Boden, um dort mit ihrem Schnabel nach Beutetieren zu stochern. Bild mitte (Foto: Konrad Gaus): die Wasserralle und rechts der Eisvogel (Foto Jürgen Duchert).


Zwischenbericht Stunde der Wintervögel                            07.01.2017

Was viele Vogelfreudinnen und Vogelfreunde befürchtet hatten, wird nun durch die laufende Stunde der Wintervögel bestätigt: Die Zahl der sich in den Gärten und Parks aufhaltenden Vögel ist in diesem Winter deutlich zurückgegangen. Betroffen sind besonders Grünfink, Kernbeißer und sämtliche Meisenarten. 

Der NABU Ludwigsburg wurde vom Bundesverband informiert, dass aus 18.600 Gärten schon Beobachtungen gemeldet wurden. Das sind wesentlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2016. Es dürfen aber gerne noch mehr werden, denn das macht die Ergebnisse in der Fläche noch genauer und erhöht die Chance, dass der NABU auch den Gründen für diese Entwicklung auf die Spur kommt. Und außerdem macht Vogelbeobachtung natürlich auch Spaß und frisch das Wissen rund um die Vogelwelt zudem noch auf. 

Wir wünschen einen schönen (Vogelzähl)Sonntag 

Die Vogelbeobachtungen können noch bis einschließlich 16. Januar gemeldet werden. 

 

Weitere Informationen unter 

 

https://www.nabu.de/news/2017/01/21780.html


Bericht von der Landesvertreterversammlung (LVV)        19.11.2016

Die diesjährige LVV des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart stand ganz im Zeichen der Wahl des zukünftigen Landesvorsitzenden. Um es vorweg zu nehmen, mit Johannes Enssle und Sebastian Olschewski standen zwei sehr gute Bewerber zur Wahl. Diese konnte Johannes Enssle dann doch deutlich für sich verbuchen. Glückwunsch aus Ludwigsburg. Enssle tritt die Nachfolge von Andre Baumann an, der im Mai als Staatssekretär ins Umweltministerium wechselte.

 

Doch was stand noch auf dem Programm. Der NABU-Präsident Olat Tschimpke richtete sein Grußwort an die Delegierten und Besucher. Es folgten die Formalien der Versammlung mit dem Protokoll der LVV 2015, dem Jahresbericht 2016, dem Kassenbericht 2015, dem Bericht der Kassenprüfer, dem Bericht der NAJU und die Haushaltsprognose 2016 bzw. -Plan 2017. Teilweise wurden Themen nicht ausführlich behandelt und stattdessen auf die umfangreichen Unterlagen verwiesen, welche vorab verschickt wurden. Alle Punkte wurden genehmigt und der Vorstand entlastet.

 

Die Wahl der Delegierten für die Bundesvertreterversammlung erfolgte per Stimmzettel. Die Auswertung der 27 zu bestimmenden Kandidatinnen und Kandidaten hätte den personellen Rahmen gesprengt und wird später durchgeführt. Gewählt werden mussten auch einige Vorstandsposten. Wiedergewählt wurden der 1. stellvertretende Landesvorsitzender Hans-Peter Kleemann, der 2. stellvertretende Landesvorsitzender Markus Röhl, der Schatzmeister Ingo Ammermann und die Vorstandsmitglieder Christoph Aly und Egbert Badey mit teils einstimmigen Ergebnissen. Die Wahl des Landesvorsitzenden konnte Johannes Enssle, wie bereits berichtet, vor Sebastian Olschewski für sich verbuchen. Vor der Wahl fand die persönlich Vorstellung und eine Fragerunde statt. Die Delegierten hatten somit die Möglichkeit, die aus ihrer Sicht wichtigen Themen anzusprechen. Diese waren unteranderem die schwierige Aktivensuche, die Umweltbildung, der Schutz von Schwalben und Mauerseglern, die bessere Aufklärung von Umweltdelikten, die ungebremste Siedlungsentwicklung und die Einflussmöglichkeiten des NABU Baden-Württemberg. Es zeigte sich, dass die stimmberechtigen Vertreter der NABU-Gruppen die komfortable Wahl hatten aus zwei sehr guten Bewerbern auszuwählen.

 

Ein informativer Vortrag von Dr. Eick von Ruschkowski über die Sicherung von Natura-2000-Gebieten und die Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik rundete die Veranstaltung ab. Ein Teil der Teilnehmer traten die Heimreise an, andere wählten den gemütlichen Ausklang am Veranstaltungsort.


NABU Wiese trotzt der sommerlichen Blütenarmut        11.08.2016

Im Spätsommer stehen den Insekten oftmals nur ein sehr beschränktes Nahrungsangebot zur Verfügung. Ursache ist insbesondere die ausgeräumte Landschaft und häufiges mähen der Wiesen. Viele Blüten gibt es zu dieser Jahreszeit deshalb kaum noch. An der NABU Wiese an der Schillstraße summt und brummt es aber, denn die Wiese kann sich hier entwickeln und wird auch im Herbst nicht gemäht. So können sich die Samen ausbilden und bieten auch unseren Wintervögel ein Nahrungsangebot über die kalte Jahreszeit. Helfen auch Sie mit Blühpflanzen für Insekten.


REWE verkündet Verzicht auf Plastiktüten                      01.08.2016

140 Millionen Tüten pro Jahr weniger im Müll.

Erfolgreiche NABU-Kooperation: REWE hat als erster großer Lebensmittelhändler in Deutschland entschieden, flächendeckend auf den Verkauf von Plastiktüten zu verzichten und stattdessen auf die Mehrfachverwendung von alternativen Tragetaschen und Einkaufskartons zu setzen.

Am Donnerstag, 04. August 2016, um 14 Uhr ist es soweit: Die letzte Plastiktüte rollt über das Band. Erster Bürgermeister der Stadt Ludwigsburg Konrad Seigfried kommt eigens dazu in den REWE Breuningerland. Der NABU Ludwigsburg ist natürlich auch mit dabei, denn das Engagement muss unterstützt werden. Der Übergang von einer Wegwerfgesellschaft in eine Gesellschaft mit geschlossenem Kreislauf, die Kreislaufwirtschaft, ist kein Selbstläufer, es bedarf einen Entschluss und die entschlossene Umsetzung. REWE - weiter so.


Keine mobilen grünen Wände für die Stadt                     25.07.2016

Kommentar Frank Handel, Vorsitzender NABU Ludwigsburg

"Der NABU Ludwigsburg beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit den Auswirkungen des Klimawandels. Wie kann beispielsweise auf die globale Erwärmung reagiert werden? Bäume sind eine richtige Antwort, na klar, aber wie können unsere sogenannten Eventplätze begrünt werden? Hier soll ja gerade kein Baum stehen und auf dem Rathaushof geht es wegen der Tiefgarage sowie so nicht. Die Antwort hätte lauten können: Mobile grünen Wände. Aber was bewirkten diese? Kann ein Kühleffekt erzeugt werden? Werden Schadstoffe gebunden? Wird die Luftfeuchtigkeit tatsächlich erhöht? Diese und weitere Fragestellungen wollte die Stadtverwaltung zusammen mit den Projektpartnern – der Uni Stuttgart, dem Stuttgarter Planungsbüro Ludwig und Schönle und der Firma Helix Pflanzen aus Kornwestheim nachgehen. Ein wissenschaftliches Projekt. Aus diesem wird jetzt nichts, denn die Stadträte haben eine Absage erteilt und das Ergebnis der Untersuchung gleich mit den Worten "aber das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt einfach nicht"
vorweggenommen (vgl. LKZ vom 22. Juli 2016, Seite 5). Abgelehnt wurde auch gleich die Idee der GRÜNEN, den städtischen Kostenanteil in neue Stadtbäume umzusetzen. Schade."


"Natur nah dran": 10 Kommunen ausgewählt                23.03.2016

Pressetext NABU Baden-Württemberg vom 23. März 2016

 

Städte und Dörfer für mehr biologische Vielfalt

23. März 2016
 – Für das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ des NABU und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) sind seit dem heutigen Mittwoch die ausgewählten Kommunen für 2016 bekannt. Knapp 60 Bewerbungen waren eingegangen, aus denen die Jury – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Städtetages, des Gemeindetages, des MLR und des NABU – zehn Kommunen ausgewählt hat. Diese werden bei der naturnahen Umgestaltung von jeweils bis zu fünf Flächen unterstützt. „Wir sind begeistert von den vielen Bewerbungen und dem großen Interesse. Die Entscheidung war wirklich schwierig, da in allen Dörfern und Städten Potenzial für mehr biologische Vielfalt schlummert“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann. „Wir gratulieren den zehn Kommunen und freuen uns auf die gemeinsame Umsetzung der Vorschläge.“

„Ein grünes Band durch die Ortschaft, Blumenwiesen am Marktplatz und Grünflächen, bei deren Umgestaltung die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden – die ausgewählten Kommunen haben tolle Konzepte und zum Teil schon konkrete Vorschläge zur Umgestaltung eingereicht“, berichtet Carolin de Mattia, Projektmanagerin „Natur nah dran“ beim NABU Baden-Württemberg. „Interessant für uns ist, dass Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in ihren Bewerbungsschreiben von ersten, mehr oder weniger gelungenen Versuchen beispielsweise mit Wildblumenwiesen berichten und sich explizit fachliche Hilfestellung wünschen. Deshalb setzen wir bei ‚Natur nah dran‘ auf Schulungen und Begleitung der Maßnahmen.“

Im Rahmen von „Natur nah dran“ werden sowohl große als auch kleine Kommunen gefördert, die über das ganze Land verteilt sind. Einige verfügen bereits über Erfahrung in der Gestaltung naturnaher Flächen, andere stehen dabei noch ganz am Anfang. Für 2016 wurden ausgewählt: 

 

• Regierungsbezirk Freiburg: Denzlingen und Lörrach;

• Regierungsbezirk Karlsruhe: Bretten, Bühl und Hemsbach;

• Regierungsbezirk Stuttgart: Abtsgmünd, Ludwigsburg und Wendlingen am Neckar;

• Regierungsbezirk Tübingen: Ravensburg und Zwiefalten

 

Kommunen, die 2016 nicht zum Zuge gekommen sind oder sich noch gar nicht beworben haben, erhalten in den nächsten Jahren wieder eine Chance: Die Bewerbungsfrist für 2017 startet im Herbst 2016. In Kürze wird an dieser Stelle eine beispielhafte Bewerbung präsentiert, an der sich interessierte Kommunen für ihre Bewerbung orientieren können.