Veranstaltungen, Termine und Berichte aus dem Jahr 2024


Blick vom Grüß-Gott-Weg, Foto: C. Zimmermann
Blick vom Grüß-Gott-Weg, Foto: C. Zimmermann

125 Min mit dem NABU Ludwigsburg ...

auf dem Grüß-Gott-Weg

 

Am 12.07.2024, waren wir am Grüß-Gott-Weg in Neckarweihingen unterwegs. Uns bot sich eine großartiger Aussicht auf Ludwigsburg im Wechsel mit Abendsonne und dunklen Wolken. Wir konnten einige interessante Tier- und Pflanzenarten wir zwischen Weinbergen, Kleingärten und Wald entdecken.

 

Fotos folgen.

 


Tag der Artenvielfalt - Wir schaffen Wissen

 

11.05.2024 - Artensterben und keiner merkt's? Nicht bei uns. Unter Anleitung von Naturschutzprofis und Hobby-Artenkenner*innen machten wir eine Natur-Inventur rund um das Naturinfozentrum Casa Mellifere.

Bericht folgt

Fotos: K. Gaus und F. Handel


Fotos und Collage: S. Beyer
Fotos und Collage: S. Beyer

125 Minuten mit dem Nabu am Monrepos-See

 

05.05.2024 - In kleiner Runde, mit Schirmen und durch wasserdichte Bekleidung geschützt ging es , geführt von Konrad Gaus, einmal rund um den Monrepos-See. Wolken und stahlblauer Himmel ließen Übles befürchten. “Licht an!” wurde denn auch von den Fotografen gefordert.

 

Das Wetter wurde dann aber doch erstaunlich schön. Recht warm und mit zunehmendem Sonnenschein.

 

Wir konnten zwischen Graureihern und Kormoranen die Nachtreiher der Kolonie auf der Insel beobachten und sogar ganz anständige Fotos schießen. Eine Schwanzmeisenfamilie kam uns mit ihrer zahlreichen, lebhaften und lauten Nachkommenschaft sehr nahe. Nachtigallen sangen und das Geißblatt duftete. Ein schöner, ruhiger Morgen am See. Danke an Konrad für die tolle Führung!

 

Bericht und Fotos: C. Zimmermann, weitere Fotos und Liste: https://www.naturgucker.de/?gebiet=2118690139


Amphibien-Vortragsreihe

 

Früher galten Amphibien oft als Ekeltiere, schleimig, giftig, mit Glupschaugen und Warzen. Auch als Hexentiere galten sie.

 

Heutzutage, so scheint es, haben Amphibien einen Imagewandel vollzogen. Viele Menschen und vor allem Kinder lieben Frösche, Kröten und natürlich Lurchis, die hübschen schwarz-gelben Feuersalamander. Liegt es daran, dass Amphibien durch Klimawandel, Prädation durch Neozoen wie den Waschbär, menschgemachten Lebensraumverlust und Nahrungsmangel besonders betroffen sind?

 

420 Millionen Jahre besiedeln sie die Erde. Jetzt sind selbst die Bestände von Allerweltsarten wie Erdkröte und Grasfrosch im freien Fall.

 

Unsere Eltern konnten als Kind die Entwicklung dieser faszinierenden Tiere in Tümpeln, Pfützen und Dorfweihern noch selbst beobachten. Heute gibt es nur noch so wenige Laichplätze und vermehrungsfähige Tiere, dass deren Bestände und Laich besonders geschützt werden müssen. Zudem bedrohen neue Pilz- und Viruserkrankungen die letzten Bestände. Anfassen, fangen, oder gar mit schmutzigen Gummistiefeln verschiedenen Laichhabitate zu besuchen könnte gesunde Populationen infizieren und ist genaugenommen ohnehin verboten.

 

Wer dennoch einmal Amphibien live erleben wollte, konnte dies ganz legal bei drei Veranstaltungen im Landkreis Ludwigsburg. Dank einer Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums zur Umweltbildung durfte ich auch diese Saison Amphibien fangen und kurzfristig hältern, um sie dem interessierten Publikum zu zeigen.

 

Bergmolche, Feuersalamanderlarven und Grasfroschkaulquappen, einmal sogar ein bereits umgewandelter Mini-Grasfrosch waren dabei. Sie wurden in speziellen Faunaboxen in Wasser aus ihrem jeweiligen Habitat bzw. in bepflanzte mit Holz und Steinen als Versteck ausgestatteten Terrarien gesetzt. Die geschützten Wechselkröten wurden jeweils in der Nacht nach den Vorträgen in ihr Tagesversteck entlassen.

 

Alle haben es gut überstanden.

 

Alle Teilnehmer wurden gebeten keinesfalls selbst Tiere der Natur zu entnehmen oder Amphibien ohne notwendige Gründe (bei Gefährdung durch Verkehr, bei Stürzen in Schächte etc. darf natürlich geholfen werden) anzufassen. Dafür ist eine Genehmigung notwendig.

 

Wer Amphibien direkt helfen möchte, kann dies als Helfer an den Amphibienzäunen an der PH Ludwigsburg. Anmeldung über die Stadtverwaltung Ludwigsburg.

 

Kleine wie große Teilnehmer waren wieder einmal begeistert von den hübschen Wechselkröten mit dem military look und grüngoldenen Augen, den winzigen Kaulquappen und den auffällig orangerot und schlumpfblauen Bergmolchen. Gelbbauchunke und Feuersalamander durften sogar angefasst werden. Sie waren als wissenschaftliche Somso-Modelle vorhanden. Faszinierend auch die kaum linsengroßen Kugelmuscheln, die in Süsswasserpfützen nicht selten sind.

 

Bericht: C. Zimmermann

 

10.04.2024 Kinderuni in der Casa mellifera

12.04.2024 Treffpunkt Natur in der Casa mellifera

21.04.2024 Museum Sachsenheim


NABU Pflegeaktion in den Zugwiesen

 

24.02.2024 - Altbekannte Helfer, neue und nicht mehr ganz so neue Gesichter trafen sich auch 2024 wieder zum jährlichen Pflegedurchgang in den Zugwiesen.

 

Von städtischer Seite wurde diese Saison, wie abgesprochen, kräftig ausgelichtet. Für die Säge- und Heckenscherenfans gab es darum nicht so viel zu tun wie sonst.

 

Der Biber hatte auch ordentlich geschafft und uns große Weiden in den Weg gelegt. Hier konnten wir seine Arbeitsweise, Bissspuren und täglich benutzte Wege gut beobachten. Am Bau hatte der Zugi-Biber neben Ästen, Schwemmholz, Schlamm und einigen Teichmuscheln vom Seegrund sogar einen Pflasterstein und ein blaues Schiffstau verbaut.

 

Letzteres haben wir lieber entsorgt, ehe es sich zu Mikroplastikmüll aufdröselt. Davon gab es ohnehin reichlich. Die einst vor über 10 Jahren an den Setzlingen angebrachten grünen Kunststoffverbissspiralen sind inzwischen alle porös. Nur für geübte Blicke waren sie im und auf dem Boden, um die Baumstämme zu erkennen. Wir mussten sie teils mit bloßen Händen aus dem Boden holen. Hoffentlich wird für künftige Setzaktionen anderes Material verwendet. Erfreulicherweise gab es ansonsten vergleichsweise wenig Müll. Sogar auf der Neckarseite gab´s nicht viel einzusammeln.

 

Die im letzten Jahr aufgehängten Nistkästen waren alle von Meisen belegt, wie an den Moosnestern zu erkennen war. Eierreste oder Totfunde gab es nicht. Der Gänsesägerkasten war nicht belegt.

 

Bericht: C. Zimmermann, Fotos: C. Zimmermann, F. Handel