Ludwigsburg blüht auf

Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger, sich für den Artenschutz zu engagieren und im eigenen Garten oder Balkon eine Blumenwiese für Insekten auszusäen, ist enorm gestiegen. Verschiedene Projekte sind bereits gestartet. Vom NABU Landesverband sind es die "Blühende Gärten" , das Ambato-Ludwigsburg Städtepartnerschaftsprojekt "100 Bienenweiden für Ludwigsburg" gibt es seit Juni 2019. Der NABU Ludwigsburg möchte sich nun einbringen und für das Anlegen einer Blumenwiese in Ludwigsburg werben, damit es auch zukünftig noch summt und brummt.

 

Bei der NABU Jahreshauptversammlung am 24ten September 2019 wurden die Eckpunkte besprochen und das Projekt offiziell gestatet. Danach soll es zügig an die Arbeit gehen. Jetzt ist schon klar, dass es einen Infoflyer und Infoveranstaltungen geben wird, eine Art Startset für Interessierte soll zusammengestellt werden. Dazu soll auf das Expertenwissen des NABU Landesverbands zurückgegriffen werden. Mit dem Städteprojekt "Natur nah dran" des Landesverbands konnte viel Erfahrung gesammelt werden. Möglich wird das Projekt der NABU Gruppe Ludwigsburg durch eine Spende von IKEA Ludwigsburg, die sich verstärkt dem Artenschutz annehmen und die Freiflächen des Firmengrundstücks neu gestalten möchten. Der NABU Ludwigsburg wird die Arbeiten fachlich begleiten. 

 

Machen Sie mit und helfen Sie den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen.

- für mehr Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge

- für gesunden Boden und vitale Pflanzen

- für Erholung in bunten lebenswerten Gärten

Kurz-Informationen Wildbienenweide

Wie lege ich eine Wildbienenweide an?

- Fläche im Garten, Vorgarten oder Balkon auswählen.

- Grasnarbe entfernen

- Boden auflockern und mit Sand abmagern

- Samenmischung ausbringen und leicht einarbeiten

- angießen und dauerhaft feucht halten

- nur 2x im Jahr mähen

Der naturnahe Garten

Soll es ein naturnaher Garten werden?

Wir beginnen mit einer Bestandsanalyse. Für welche Nutzung ist der Garten gedacht, wo sollen hohe und wo niedrige Pflanzen wachsen? Wie ist die Verschattung im Laufe der Jahreszeiten? Wohin sollen befestigte Flächen entwässert werden? Wo darf das Vogelhäuschen aufgehängt werden? 

Wichtig für eine naturnahe Gestaltung sind die Grundsätze wie 

- Verschiedene unterschiedliche Lebensräume schaffen

- Heimische und standortgerechte Pflanzen und Gehölze auswählen 

- Verzicht auf Pestizide und Dünger

- Verzicht auf Gartenerde mit Torf

- Nährstoffarme Bereiche schaffen 

- Versiegelung minimieren

- Regenwasser zurückhalten oder Versickerungsflächen anlegen

- Einen verwilderten Bereich zulassen

- Nicht gegen die Natur arbeiten  


Sandarium für Wildbienen

 

Ein Großteil unserer heimischen Wildbienen legt ihre Eier im Boden ab. Offene Böden sind jedoch rar. Mit einem Sandarium können wir für Ausgleich und mehr Abwechslung im Garten sorgen.

 

Oftmals reicht eine Fläche von 40 x 40 cm in sonniger Lage. Ein wenig in die Tiefe gegraben, erhöht sich der Sandanteil und die Möglichkeit tiefere Gänge zu graben. Der Sand sollte eine gewisse Bindefähigkeit aufweisen. Spielsand muss mit Lehm verbessert werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es können Totholz und/oder Steine verwendet werden, um weitere Strukturen einzubringen. Sand- und Seidenbiene aber auch Grabwespen werden den neuen Lebensraum dankend annehmen. Locker bepflanzt mit Steingartenpflanzen oder mediterranen Kräutern bereichern blühende Pflanzen das Sandarium zusätzlich.


Nützlinge fördern - der Marienkäfer

 

Schon die Larven der Marienkäfer vertilgen eine große Menge von Blattläusen. Mit einigen Pflanzen wie Ringelblume, Kamille, Schafgarbe, Kornblume, Storchschnabel, Lavendel, Thymian, Minze oder Koriander kann er angelockt werden. Wichtig fürs Überwintern ist, dass die Marienkäfer Laubhaufen, Baumhöhlen und Baumrrindenspalten, höheres Gras oder Moosschichten vorfinden.


Torffreie Gartenerde, Foto: NABU Helge May
Torffreie Gartenerde, Foto: NABU Helge May

Torffreie Gartenerde

 

Der NABU ruft zu einer bundesweiten torffreien Gartensaison auf, um das Thema Moorschutz stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Durch den Verzicht auf torfhaltige Produkte im Garten aktiv das Klima und den Lebensraum der Moore schützen!

 

Mehr Infos unter

www.baden-wuerttemberg.nabu.de