Veranstaltungen, Termine und Berichte aus dem Jahr 2026


Führung Insektenwiese Salzmann

 

27.06.2026 - Wir besichtigten die Insektenwiese Salzmann der Familie Canz in Freiberg am Neckar. Mittlerweile entsteht weit mehr als eine Insektenwiese. Zwischen Blühwiese und Gehölzstreifen sind seit 2023 vielfältige Biotope entstanden - von Sandarien, Totholz-Ecken über Eidechsenburgen zu Lichtteichen. Auf rund 13.000 qm zeigt sich wie rasch neues Leben entsteht, wenn Lebensräume miteinander vernetzt werden.

 

Bericht:

 

Immer wieder Salzmann – immer wieder spannend!

 

Der erste diesjährige Salzmann-Termin war erfreulicherweise gut besucht. Diesmal waren einige Kinder dabei. Das Wetter spielte mit, es war warm und sonnig.

 

Ein Weißstorch war nebenan zu Besuch, Feldgrillen waren zu hören, die Feldlerche sang und eine knallgelbe Wiesenschafstelze war sicherlich einer der Höhepunkte.

 

Eine „Riesenspinne“ wurde von einem der Zwerge gefangen und hat die von viel Begeisterung begleitete Sicherheitsverwahrung gut überstanden. Es könnte Clubiona stagnatilis, eine Sackspinne gewesen sein, die an Gewässern lebt. Eine Bestätigung der Art wird aber wohl nur bei Fang mit mikroskopischer Untersuchung möglich sein. Oder Fund der Taschen, welche die Weibchen aus Rohr-Glanzgras falten, um ihre Kokons zu verbergen.

 

Noch sind die vom NABU mit finanzierten Lichtteiche aber spärlich bewachsen.

 

Die Mauereidechsen suchten bei so viel Interessierten lieber rasch ihr Heil in der Flucht zwischen den Muschelkalksteinen, welche Markus inzwischen artenfreundlich aufgeschichtet hat.

 

Markus demonstrierte seine selbstgebaute Ballenpresse, Heumieten, Sense und zeigte uns die Oothek, das in eine Art „Bauschaum“ gepackte Gelege einer Gottesanbeterin. Mal sehen, ob wir die Jungen später im Jahr dort noch entdecken. Wir kommen gerne und bald wieder. Es ist nie langweilig und immer wieder neu.

 

Danke an Susanne, Marlene und Markus für euer großartiges Projekt!

 

https://www.naturgucker.de/?gebiet=925822869

 

Bericht C. Zimmermann


"Trafoschaff" am Artenschutzturm

 

14. und 21. März 2026 - Was wir inzwischen für ein nette, schaffige Kerntruppe von NABU LB Aktiven sind, zeigte sich bei unseren zwei Schaff-Terminen an unserem künftigen Artenschutzturm.

 

Das zusammen organisieren und arbeiten funktionierte prima. Jeder konnte was beitragen.

 

So konnten wir unsere Benjeshecke gemeinsam verwirklichten und bereits etwas Saaten ausbringen. Ein paar heimische Stauden wie Mehlige Königskerze, Baldrian, Lungenkraut, Wald-Ziest, Weinberg- und Gemüselauch und Glockenblumen haben wir ebenfalls gesetzt.  

 

Markus Canz Engagement muss dabei besonders hervorgehoben werden. Das meiste Material für die Hecken und die riesigen Muschelkalkbrocken und Wurzeln brachte er mit dem Hänger. Danke auch an Marion, die nicht nur Gebackenes sondern am 21. März nochmals eine ganze Fuhre Obstbaumschnittgut vom Gartenbauverein herbeischaffte. 

 

Und an alle, die an Dinge wie Getränke, Brezeln, Geräte, Wasser, gute Laune oder „au bloß a bled´s Gschwätz“ beigesteuert haben. Ich denke, wir hatten alle viel Spaß!  


Bericht: C. Zimmermann


Zugwiesen-Pflege

 

28.02.2026 - Der NABU Ludwigsburg hatte zu einer Pflegeaktion im Neckarbiotop Zugwiesen eingeladen. Es wurden Nistkästen kontrolliert und gereinigt, die Brutröhren des Eisvogels freigeschnitten, an gezielten Stellen Weidenbewuchs reduziert sowie Müll entfernt. Am Ende gibt es eine kleine Stärkung. Vielen Dank an alle Aktiven. 

 

Die Liste nebenbei beobachteter Tierarten gibt’s wie immer im Naturgucker.

 

https://www.naturgucker.de/?gebiet=-1518457980

 

Gedanken … 

 

Als Natur- Umwelt oder Artenschützer macht man sich ja gern mal Gedanken. Man hat ja auch reichlich Grund dazu. Manchmal hat man dann auch Bedenken, aber DAS ist eine andere Story. 

 

Eigentlich wollte ich ja nur kurz über unsere diesjährige Zugwiesenpflege berichten. 

 

Zwanzig Leute waren wir. Unsere Mission: Brombeer- und Weidenrückschnitt, Müll sammeln und die große Weide am Stillsee mit einem bibersicheren Draht versehen. Der alte Drahtkorb war inzwischen viel zu eng geworden. Nicht, dass gerade diese Weide irgendwann der plattschwänzigen Zahnfee zum Opfer fällt. Wir hätten doch so gerne, dass dort mal die Gänsesäger im Gänsesägerkasten brüten. 

 

Mit Astscheren, Greifern, Schubkarre und Müllsäcken, in Gummistiefeln und mit Arbeitshandschuhen ging es also frisch ans Werk. Statt dem stadteigenen Boot „Holger“ hatte Konrad diesmal ein Aufblas-Kanu mitgebracht, um die „Bootpiepel“ auf die stets vermüllte Insel zu bringen. 

 

Es muss sich gelohnt haben. Was uns zurück bringt zu den Gedanken ... über die Jahre haben wir ja immer wieder nachdenklich machende Dinge gefunden. Verlorene Plüschschildkröten, Gummienten, SPD-Werbe-Ballons (aus denen kurz vor der Wahl die Luft raus war...), Booster Softdrinks zu Corona-Zeiten...ach ja. Ein Schelm wer Böses ...

 

Auf die Frage in die brezel-mampfende Runde, wer diesmal einen solchen „Fund des Jahres“ hatte, meldete sich einer der Bootpiepel. Doch ja, sie hätten alle „Zutaten für einen gelungenen Abend“ gefunden. ICH möchte an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass ICH hier nur zitiere und alle nun folgenden Gedanken, allein eurer mehr oder minder ungewaschenen Fantasie selbst entspringen. Die Zutatenliste: Eine Flasche Jägermeister (leer), Manhattan Nagellack (benutzt) und ein Gegenstand welcher in der Schwiz als Verhüterli und bei unseren skandinavischen Nachbarn auch als Regnfrakke bezeichnet wird. Letzteres Objekt noch unbenutzt. Nein, liebe Leser, es wurde keine Matratze gefunden...aber eine Palette?! Viel Spaß beim Kopfkino. 

 

Ja, Müll sammeln macht Spaß! Macht doch einfach mal mit! 

 

Bericht: C. Zimmermann